Reisebericht: Kurzkreuzfahrt Warnemünde – Bornholm – Karlskrona – Gdynia
Vier Nächte, drei Länder, ein tolles Schiff, gute Unterhaltung und leckeres Essen – genau das hat uns die AIDAmar vom 22. bis 26. Mai 2026 geschenkt. Wobei „geschenkt“ nicht wörtlich zu verstehen ist. Es war eine private Reise – ein klassischer Kurzurlaub, um für einige Tage dem Alltag zu entfliehen und zu entspannen. Es war unsere zweite Reise mit diesem Schiff, daher kannten wir uns bereits gut aus und wussten, was uns erwartet.
Eine perfekte Mini-Auszeit für alle, die schnell raus wollen und trotzdem Erholung und Abwechslung suchen. Kein langer Flug, keine aufwändige Planung – einfach einsteigen, entspannen und die Ostsee genießen. Wer wenig Zeit für Urlaub hat, weiß solche kurzen, aber intensiven Reisen besonders zu schätzen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Anreise nach Warnemünde – Bahn oder Auto?
- Tag 1 – Auslaufen in Warnemünde
- Tag 2 – Dänemark, Bornholm
- Tag 3 – Schweden, Karlskrona
- Tag 4 – Polen, Gdynia
- Tag 5 – Zurück in Warnemünde und Abreise
- Die Shows an Bord – ein echtes Highlight
- Essen an Bord – Restaurant-Tipps für die AIDAmar
- An Bord der AIDAmar – Unterhaltung für die ganze Familie
- Fazit zur Ostsee-Minikreuzfahrt mit der AIDAmar
- Drei Fragen an Lisa Osinski, Entertainment Managerin AIDAmar
Die Anreise nach Warnemünde – Bahn oder Auto?
Bei der Anreise nach Warnemünde hat man die Wahl, mit dem eigenen Auto oder mit der Bahn zu fahren. Vom Bahnhof Warnemünde sind es nur wenige Gehminuten bis zum Hafen und von Berlin ist man in drei Stunden bereits am Ziel. Etwas schneller geht es mit dem Auto, dann dauert die Fahrt nur knapp 2,5 Stunden. Deshalb hatten wir uns beim Buchen der Reise für das Auto entschieden. Wenn allerdings die Wasserpumpe einen Tag vor der Abreise den Geist aufgibt, hat man ein Problem. Deshalb ist es gut, dass man die Bahn – insofern sie fährt und pünktlich ist – als Joker hat. Wir konnten uns allerdings ein Auto leihen, und so war die Anreise gesichert.
Bei Anreise mit dem Auto lohnt es sich, einen Parkplatz zu buchen. Für unsere Reise waren das 60 Euro zusätzlich, dafür stand das Auto sicher und ein Shuttle brachte uns samt Gepäck schnell zum Schiff und bei der Rückreise wieder zurück zum Parkplatz.
Ein Tipp zum Boarding: Beim Check-in unbedingt auf das richtige Zeitfenster achten! Wer zu früh am Hafen erscheint, muss sonst eventuell warten. Wir hatten Glück und durften schon um 12:30 Uhr in die Abfertigung, obwohl unser Slot erst ab 13 Uhr gebucht war. Somit waren wir bereits um 13 Uhr an Bord und konnten direkt Mittagessen.
Unsere letzte Reise mit der AIDAmar war bereits ein Jahr her, aber als wir uns im Marktplatz Restaurant an einen Tisch setzten, hatten wir das Gefühl, nie weggewesen zu sein. Alle Gäste mussten bis 16 Uhr an Bord sein, das Ablegen war für 17 Uhr vom Liegeplatz WCC P7 in Warnemünde geplant. Beim Boarding gab es einen Flyer mit allen wichtigen Infos zur Reise.
Hinweis für Allergiker: Um 16:30 Uhr fand im Bella Donna auf Deck 10 der Unverträglichkeitstreff statt – wer Allergien oder besondere Ernährungsbedürfnisse hat, konnte sich dort mit dem Küchenchef austauschen. Um 19 Uhr gab es den Barrierefreiheitstreff. Um 20:45 Uhr wurde das Sektbuffet eröffnet, danach folgten die Begrüßung und eine weitere Show. Das war ein sehr angenehmer und gut organisierter Start in den Urlaub.

Tag 1 – Auslaufen in Warnemünde
Pünktlich um 17 Uhr legte die AIDAmar in Warnemünde ab. Es war etwas bewölkt, aber die Stimmung an Deck war bereits sehr gut. Wenige Minuten später startete auch die Mein Schiff 7. Die beiden Schiffe lagen direkt hintereinander. Die ersten Seemeilen waren ruhig und bald schon lag Warnemünde hinter uns. Wir standen an der Reling auf Deck 5, beobachteten das Auslaufen und freuten uns auf die kommenden Tage. Wir hatten uns bewusst für diese Stelle entschieden, denn im letzten Jahr standen wir beim Auslaufen am Bug auf dem oberen Deck und waren überrascht, um nicht zu sagen erschrocken, als plötzlich das ohrenbetäubende Schiffshorn ertönte. Geräuschempfindliche Menschen sollten darauf beim Ablegen achten.
Tag 2 – Dänemark, Bornholm
Am 23. Mai kamen wir nach etwa 217 km gegen 9 Uhr in Rönne auf Bornholm an. Alle Gäste mussten bis 18:30 Uhr zurück an Bord sein, Ablegen war für 19 Uhr geplant. Das Wetter war herrlich warm und sonnig – die Vorhersage hatte 14 Grad angekündigt, tatsächlich war es deutlich wärmer. Sonnencreme war absolute Pflicht! Der Weg vom Schiff in die Stadt dauerte nur etwa 10 Minuten zu Fuß.

Die Insel ist bezaubernd. Überall kleine, alte, bunte Häuser, eine hübsche Altstadt mit gemütlichen Cafés und vielen freundlichen Menschen. Die Dänen sind unglaublich höflich und offen. Auf dem Weg vom Hafen in die Stadt brüteten Möwen nur wenige Meter neben dem Weg – ein schöner Moment zum Pausieren und Fotografieren. Die Nikolaikirche ist absolut sehenswert. Auch der Strand in westlicher Richtung lädt zum Verweilen ein.
Läuft man in Richtung Campingplatz und biegt links ab, gelangt man an eine Steilküste. Diese hinabgelaufen, erreicht man den Strand. Alles in allem war es sehr ruhig, wenige Menschen und wenig Autos – perfekt zum entspannten Bummeln und Abschalten. Wir hatten uns in einem kleinen Café mit schattigem Hinterhof niedergelassen, leckeren Kaffee getrunken und die ruhige Atmosphäre genossen.

An Bord gab es ein vielfältiges Tagesprogramm: von 8 bis 10 Uhr Krabbeltreff für die Kleinsten, Yoga-Workshop von 08:15 bis 09:15 Uhr, Ruhezeit am Pool von 13 bis 15 Uhr und eine Kunstauktion von 17 bis 18 Uhr. Mit etwas Glück sichert man sich einen der mit einem Bildschirm ausgestatteten bequemen Liegebereiche. Das Angebot ist wirklich breit gefächert und wer will, kann sich von früh bis spät an Bord unterhalten lassen.
Tag 3 – Schweden, Karlskrona
Am 24. Mai kamen wir nach 150 km gegen 8 Uhr morgens in Karlskrona an, Ablegen war für 18 Uhr geplant. Die Temperatur lag bei angenehmen 17 Grad und es war sonnig, aber sehr windig.
Die Tenderfahrt vom Schiff in den Hafen war ein kleines Abenteuer. Es gab Wellen von 1 bis 2 Metern Höhe und ab und an kam eine erfrischende Dusche durch die offene Boottür. Auch hier zeigte sich die große Aufmerksamkeit und Freundlichkeit der Mitarbeiter: Als ältere Reisende nass wurden, stellte sich sofort ein AIDA-Mitarbeiter in die Tür und schützte die Fahrgäste vor weiterer Nässe.

Die Stadt selbst ist sehr schön und ruhig mit vielen kleinen Inseln, die man über Brücken gut erkunden kann. In der Stadt selbst muss man beim Fotografieren aufpassen, denn in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Militärgelände – dort ist das Fotografieren ausdrücklich verboten. Das Gebiet ist allerdings gut erkennbar durch eine hohe Mauer abgegrenzt. Für die Rückkehr zum Schiff sollte man etwas mehr Zeit einplanen: Denn besonders zur Mittagszeit möchten viele Reisende zurück auf das Schiff. Dann kann die Wartezeit am Hafen auf das nächste freie Tenderboot durchaus eine halbe Stunde betragen.
Spannend: Es wurde eine Kabine mehrfach ausgerufen, weil scheinbar bis kurz vor der Abreise noch nicht alle Gäste zurück an Bord waren. Mit jeder weiteren Durchsage konnte man die wachsende Anspannung hören. Auch fuhr das Tenderschiff mehrfach zum Hafen, wohl in der Hoffnung, die fehlenden Passagiere aufzufinden. Aber letztlich legte die AIDAmar rechtzeitig ab, und natürlich wurden keine Gäste zurückgelassen.

Am Abend standen gleich zwei Vorstellungen der Queen-Show „I Want It All“ auf dem Programm (19 Uhr und 21 Uhr). Ich bin eigentlich kein großer Musical-Fan, aber diese Show hatte mich komplett begeistert. Besonders ein Tänzer beeindruckte meine Frau und mich – extreme Ausdrucksstärke, Leidenschaft und unendlich viel Energie in jeder einzelnen Bewegung. Man sah, dass sein Beruf seine Berufung ist. Am nächsten Tag haben wir es ihm während einer Probenpause persönlich gesagt – er hat sich aufrichtig gefreut. Aber auch die anderen Tänzer und Sänger waren natürlich großartig. Wir haben letztlich beide Vorstellungen von „I Want It All“ gesehen und waren jedes Mal begeistert. Für die zweite Vorstellung hatten wir uns noch bessere Plätze gesucht, weil wir nun das Bühnenbild kannten und wussten, wo wir die beste Sicht haben.
Um 21:30 Uhr folgte noch „Country Roads“ mit dem Musiker Milos im Brauhaus – tolle Live-Musik, super Stimme, schönes Gitarrenspiel und die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Besonders seine Interpretation von Bon Jovi hatte es dem Publikum angetan. Die Stimmung war ausgelassen und richtig gut – und wurde mit einem leckeren Bier noch besser.

Tag 4 – Polen, Gdynia
Am 25. Mai kamen wir nach 328 km gegen 6:30 Uhr in Gdynia an. Alle Gäste mussten bis 13:30 Uhr zurück an Bord sein, die Abfahrt war für 14 Uhr geplant. Das Wetter war wieder sonnig und warm bei 17 Grad – gefühlt waren es eher 25 Grad. Der Wind war an diesem Tag extrem stark.
Gdynia hat uns sehr gut gefallen – nachdem wir erstmal den Hafen und das umliegende Industriegebiet hinter uns gelassen hatten. Besonders der wunderschöne Strand ist ein echtes Highlight – den könnte man für den nächsten Ostseeurlaub einplanen, zumal dort auch ein Eurocity (EC) der Deutschen Bahn direkt von Berlin hinfährt.

Die Promenade ist breit, es gibt viele Cafés und die Atmosphäre ist entspannt und modern zugleich. Wir hatten uns sehr wohlgefühlt und waren mit dem Gefühl zum Schiff zurückgekehrt, dass wir auf jeden Fall wiederkommen wollen. Das ist ohnehin einer der vielen Vorteile eine Kreuzfahrt: Man lernt in wenigen Tagen verschiedene Städte kennen und kann diese Erfahrung in die nächste Urlaubsplanung einbeziehen.
Am Abend gab es um 20:50 Uhr ein Sektbuffet und zwei Vorstellungen von „Ciao, Italia!“ (19 Uhr und 21 Uhr). Wir kannten die Show bereits von unserer letzten Fahrt mit der AIDAmar und haben sie trotzdem beide Male wieder genossen. Die Tänzer waren dieselben wie am Vorabend – einfach klasse!
Tag 5 – Zurück in Warnemünde und Abreise
Nach 561 km kamen wir gegen 7:30 Uhr in Warnemünde an – verbunden mit einer Kabinendurchsage des Kapitäns. Nach einem ausgiebigen Frühstück verließen wir das Schiff um 9:30 Uhr. Offiziell war es bis 10 Uhr zu verlassen. Ein entspannter und schöner Abschluss nach einer wirklich gelungenen Reise. Wir sind mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause gefahren. Die Kombination aus tollen Städtetrips, unterhaltsamen Shows und gutem Essen hat uns rundum gefallen.
Die Shows an Bord – ein echtes Highlight
Die Unterhaltung auf der AIDAmar war hervorragend und hat unsere Reise noch einmal deutlich aufgewertet. Die Queen-Hits sowie „Ciao, Italia!“ gefielen uns sehr gut und waren absolute Höhepunkte. Die professionelle Umsetzung, die tollen Kostüme und die mitreißende Energie der Darsteller waren beeindruckend. Außerdem lohnt es sich, tagsüber im Theatrium zu sein. Dann finden die Proben für die Shows statt und man sieht, wie viel Arbeit in jeder der Vorführungen steckt.
Zahlen & Fakten zum AIDA Entertainment
Während und vor allem nach der Reise habe ich mich etwas genauer mit dem Entertainment-Programm von AIDA beschäftigt. Deshalb an dieser Stelle einige Daten:
AIDA betreibt flottenweit 17 Bühnen auf 11 Schiffen, die 365 Tage im Jahr bespielt werden – das macht sie zu einem der größten deutschen Theaterbetreiber. Pro Woche laufen rund 80 verschiedene Formate im Abendprogramm, was über das Jahr circa 6.570 Stunden Showprogramm ergibt.

Auf der AIDAmar sind im Theatrium 4 Solistinnen und Solisten, 6 Tänzerinnen und Tänzer sowie drei Artistinnen und Artisten im Einsatz. Flottenweit werden jedes Jahr rund 500 Darstellerverträge abgeschlossen. Die Verträge laufen meist sechs Monate, und es gibt etwa 30 Cast-Wechsel pro Jahr. Knapp die Hälfte der Künstler kommt immer wieder zurück – das spricht für die Qualität und das Arbeitsklima. Das hat allerdings zur Folge, dass dieselben Künstler nicht mehrere Jahre nacheinander auf denselben Schiffen tätig sind. Selbst bei einer längerfristigen Beschäftigung finden regelmäßige Schiffwechsel statt.
Beeindruckend ist auch die Logistik: Es sind rund 8.500 Kostüme im Umlauf. In Hamburg arbeiten etwa 50 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Programmplanung, während auf den Schiffen insgesamt etwa 700 Crew-Mitglieder für den Entertainment-Bereich zuständig sind.
Essen an Bord – Restaurant-Tipps für die AIDAmar
Das Essen auf der AIDAmar war wirklich gut und abwechslungsreich – aber wer die Öffnungszeiten kennt und clever plant, kommt noch besser durch. Wichtig: Die Öffnungszeiten zum Frühstück und Mittag variieren zwischen den einzelnen Tagen. Wann welches Restaurant geöffnet hat, liest man tagesaktuell im Flyer, der bereits am jeweiligen Vorabend erhältlich ist. Hier eine Übersicht der wichtigsten Restaurants mit den Zeiten für unsere Reise:
| Restaurant | Deck | Frühstück (circa) | Mittagessen (circa) | Abendessen |
|---|---|---|---|---|
| Markt Restaurant (Hauptrestaurant) | 9 | 06:00 – 10:00 Uhr | geschlossen bzw. 12:00 – 14:30 Uhr | 18:00–19:30 & 20:00–21:30 Uhr |
| Bella Donna (Italienisch) | 10 | 06:00 – 09:30 Uhr | 12:30 – 14:00 Uhr | 18:00 – 21:00 Uhr |
| East (Asiatisch) | 11 | 07:00 – 10:30 Uhr | 12:30 – 14:00 Uhr | 18:00 – 21:00 Uhr |
| Brauhaus (Spezialität) | 10 | – | 13:30 – 17:00 Uhr | 18:30 – 21:00 Uhr |
| Best Burger @ Sea (Burger) | 11 | – | 14:00 – 17:00 Uhr | 18:30 – 23:30 Uhr |
Mein Tipp: Mit einem Probierteller starten! Einmal durchgehen, probieren und dann die Lieblingsgerichte in größeren Portionen nachholen. So wird weniger weggeschmissen und man isst mehr von dem, was besonders gut schmeckt. Rotwein (eher trocken) stand immer auf dem Tisch, nach Weißwein (lieblich) musste man meist fragen. Die Kellner waren sehr aufmerksam und mit einfachem Englisch kam man überall gut durch.
Das Mittag- und Abendessen war ausgesprochen abwechslungsreich: Pizza, Pasta, Aufläufe sowie verschiedene Fleisch- und Fischgerichte und zahlreiche Gemüsevariationen. Dazu diverse Vorspeisen und Desserts. Mitunter war es vielleicht eine Prise zu viel Salz an den Fleischgerichten, aber insgesamt waren die Gerichte sehr lecker.
Zum Frühstück gab es neben den „Hotel-Klassikern“ wie Ei (gebraten, gerührt, gekocht), Speck, Buletten und Würstchen natürlich auch Backwaren wie Brot und Brötchen in verschiedensten Varianten, dazu Aufschnitt und Aufstriche sowie Müsli und Joghurt. Auch bei vegetarischer und veganer Ernährung kommt man auf seine Kosten. Als „Allesesser“ kann ich sagen, dass ich seit langer Zeit nicht mehr so viel Salat gegessen habe, wie während dieser Kreuzfahrt auf der AIDAmar. Kaltes, knackiges Gemüse, ein extrem leckeres Dressing und von allem eine große Auswahl. Bei Glutenunverträglichkeit findet man einen extra Bereich, in dem von einem Koch Nudeln, Reis und Backwaren kontaminationsfrei zubereitet werden.
Egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot: Das Essen war stets ausgezeichnet und reichhaltig. Meine Empfehlungen sind das Bella Donna und das Markt Restaurant, dort ist die Auswahl besonders groß. Lediglich das East Restaurant traf nicht unseren Geschmack – deshalb waren wir dort höchstens zum Frühstück. Es ist kleiner, wird aber auch weniger stark besucht.

Ein Tipp zu den Essenszeiten: Wenn die Restaurants abends pünktlich um 18 Uhr öffnen, bilden sich bereits 10 Minuten vorher lange Schlangen an den Eingängen. Wer auch gern etwas später zu Abend isst, kann zwischen 13:30 Uhr und 17 Uhr im Brauhaus oder zwischen 14 und 17 Uhr im Best Burger einkehren und deftige Küche wie Burger und Pommes, oder Currywurst und Pfannkuchen genießen. Anschließend wartet man entspannt mit dem Abendessen, bis das Markt Restaurant zwischen 20 Uhr und 21:30 Uhr das zweite Mal öffnet. Ein ruhiger Platz und ein aufgefülltes Buffet sind dann garantiert.
Familien mit Kindern erhalten abends im Bella Donna einen „Vorsprung“: Sie dürfen bereits 30 Minuten eher ins Restaurant. Das entspannt die Essensauswahl am Buffet und erleichtert die Platzwahl an den Tischen.
An Bord der AIDAmar – Unterhaltung für die ganze Familie
Das Personal ist extrem kinderfreundlich! Die Kellner haben Kleinkinder direkt am Tisch unterhalten – immer fröhlich und lachend. Auch die Kinderbetreuung ist toll organisiert: Oft waren drei Betreuerinnen mit nur drei oder vier Kindern unterwegs. Wir haben sie öfter beim Mittagessen getroffen.
Lohnenswert war für uns die Social-Media-Flatrate für das Smartphone für einmalig 20 Euro. Der Nachteil: Man ist für die Daheimgebliebenen jederzeit erreichbar und kann mitunter schwer vom Alltag abschalten. Der Vorteil: Man ist für die Daheimgebliebenen jederzeit erreichbar! Denn in unserem Fall hat sich das wirklich gelohnt. Als unser Hund wegen eines Notfalls zum Arzt musste, waren wir sofort erreichbar. Etwas verwirrend war die Auswahl zwischen zwei Bord-WLANs, aber nach einem Besuch an der Rezeption waren allen Fragen geklärt.
Jeden Tag gab es ein abwechslungsreiches Programm: Tanzkurse, Tischtennis, die Quiz-Show „Wer wird Millionär?“, Volleyball: „Gäste gegen Crew“, Schlager-Party im Brauhaus, Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinen und Casino-Aktionen für die Großen – das ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, wie man die Zeit auf dem Schiff mit Unterhaltung verbringen kann.
Fazit zur Ostsee-Minikreuzfahrt mit der AIDAmar
Diese Kurzreise war wieder genau das Richtige für uns. Jeden Tag sind wir mindestens 20.000 Schritte gelaufen – und es hat sich trotzdem nie anstrengend angefühlt. Die AIDAmar ist ein tolles Schiff (Kapitän Max Reginka, Hoteldirektor Christoph Röder, Entertainment Managerin Lisa Osinski), das Personal ist super freundlich und die Shows haben uns mitgerissen.
Wer Lust auf eine kurze, aber richtig schöne Ostsee-Auszeit hat, dem kann ich diese Reise uneingeschränkt empfehlen. Man kommt erholt, gut gelaunt und mit vielen neuen Eindrücken zurück – und das in weniger als einer Woche. Perfekt für alle, die zwischendurch raus wollen, ohne viele Urlaubstage zu verwenden.
Drei Fragen an Lisa Osinski, Entertainment Managerin AIDAmar
Im Anschluss an die Reise hatte ich Lisa Osinski, die Entertainment Managerin dieser Reise, gebeten, einige Fragen zu den Shows zu beantworten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Was würden Sie Reisenden raten, damit sie das Entertainment-Erlebnis an Bord optimal genießen können?
Lisa Osinski: Frühzeitig im Theatrium zu sein, ist selbstverständlich eine gute Möglichkeit, sich einen bevorzugten Platz zu sichern. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Direkt nach der Prime Time verlassen einige Gäste das Theatrium, die bereits die 19:00 Uhr Show besucht haben. Dadurch werden kurzfristig immer wieder Plätze frei – auch auf Deck 9. Besonders beliebt sind jedoch die Plätze auf Deck 10 in der Nähe des FOH (Front of House), wo unser Technikteam sitzt.
Welches war für Sie persönlich das emotionalste oder lustigste Show-Erlebnis der letzten Monate?
Lisa Osinski: I Want It All ist meine absolute Lieblingsshow – dicht gefolgt von Ciao Italia. Besonders der Farewell Moment am Ende der Reise berührt mich jedes Mal aufs Neue. Jede Reise, ob lang oder kurz, ist etwas Besonderes. Unsere Gäste entscheiden sich bewusst dafür, ihre wertvolle freie Zeit mit uns zu verbringen. Genau das macht den Abschied so magisch und emotional. Wenn man gemeinsam die vergangenen Tage Revue passieren lässt, entsteht eine Atmosphäre, die mich immer wieder aufs Neue begeistert.
Finden Gast-Feedback-Runden statt? Wie fließen die Ergebnisse in die Planung ein?
Lisa Osinski: Gästefeedback erreicht uns jederzeit direkt, doch besonders schön ist es, unmittelbar nach den Shows mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und ihre Begeisterung hautnah zu erleben. Gleichzeitig spüren sowohl die Künstler als auch ich selbst auf der Bühne sofort, wie eine Show beim Publikum ankommt. Standing Ovations und nicht enden wollende „Zugabe“-Rufe sind dabei natürlich die schönsten Zeichen dafür, dass wir die Menschen berührt und begeistert haben.
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