Ein Weihnachtsmarkt inmitten einer spektakulären Landschaft
Im Hochschwarzwald, nahe Breitnau, verwandelt sich die Ravennaschlucht in der Adventszeit in ein stimmungsvoll beleuchtetes Weihnachtsdorf. Hoch über den Marktständen erhebt sich das Viadukt der Höllentalbahn. Seine steinernen Bögen bilden eine eindrucksvolle Kulisse für einen Markt, der sich deutlich von klassischen Weihnachtsveranstaltungen in Innenstädten unterscheidet.
Zwischen den Holzhütten entdecken Besucher Kunsthandwerk, Geschenkideen und regionale Spezialitäten. Der besondere Reiz entsteht aus dem Zusammenspiel von Lichterglanz, Schwarzwaldarchitektur und der natürlichen Umgebung.
Ravennaschlucht: Warum der Name italienisch klingt
Wer den Namen hört, denkt schnell an Ravenna in Norditalien. Tatsächlich liegt die Schlucht jedoch im Schwarzwald. Namensgeber ist der Ravenna-Bach, der durch das enge Tal fließt. Auch die Ravennabrücke, das bekannte Eisenbahnviadukt über der Schlucht, trägt seinen Namen.
Die Bezeichnung des Baches ist bereits seit Jahrhunderten überliefert. Eine ältere Schreibweise lautet „Rauenna“. Zur Herkunft des Namens gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Der Sprachforscher Konrad Kunze hält einen sehr alten galloromanischen Ursprung für möglich. Eine abschließend gesicherte Deutung gibt es allerdings nicht.
Die Vermutung, italienische Arbeiter hätten den Namen beim Bau der Höllentalbahn aus ihrer Heimat mitgebracht, gilt als wenig überzeugend: Der Bachname war bereits lange vor dem Eisenbahnbau bekannt. Die Verbindung zu Italien ist damit vor allem eine reizvolle Namensverwechslung.
Schwarzwälder Handwerk und regionale Spezialitäten
Der Markt verbindet traditionelle Weihnachtsatmosphäre mit regionaler Genusskultur. An den Ständen stehen handgefertigte Produkte, Geschenkartikel und kulinarische Angebote aus der Umgebung im Mittelpunkt. Ein Krippenpfad ergänzt das weihnachtliche Erlebnis.
Für Reisende ist der Besuch zugleich eine Gelegenheit, den Hochschwarzwald von seiner winterlichen Seite kennenzulernen. Die Region bietet neben Weihnachtsmärkten auch traditionelle Schwarzwaldorte, Naturerlebnisse und regionale Gastronomie.
Riesiger Andrang: Tickets in wenigen Stunden ausverkauft
Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht hat sich längst zu einem Publikumsmagneten in der Vorweihnachtszeit entwickelt. Die außergewöhnliche Kulisse unter dem beleuchteten Eisenbahnviadukt zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an. Wie groß das Interesse inzwischen ist, zeigte sich auch beim Vorverkaufsstart für 2026: Obwohl der Veranstalter das Kartenkontingent auf rund 100.000 Tickets erhöht hatte, waren sämtliche Eintrittskarten bereits nach wenigen Stunden vergriffen.
So kommen Sie noch an Tickets
Ganz ausgeschlossen ist ein Besuch damit allerdings nicht. Nach Angaben der Hochschwarzwald Tourismus GmbH können vereinzelt kurzfristig wieder Karten verfügbar werden, wenn reservierte Kontingente nicht abgerufen werden. Interessierte sollten deshalb ausschließlich den offiziellen Ticketshop des Weihnachtsmarkts prüfen. Vom Kauf über unbekannte Drittanbieter wird abgeraten, da gefälschte oder kopierte Eintrittskarten beim Einlass Probleme verursachen können.
Fazit: Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht verbindet eine außergewöhnliche Kulisse mit Schwarzwälder Tradition. Und wer sich über den italienisch klingenden Namen wundert, entdeckt eine eigene kleine Geschichte, die weit in die Vergangenheit der Region zurückreicht.
Quelle: hochschwarzwald.de
