Mit dem Start der Sommerferien in Niedersachsen und Bremen beginnt eines der verkehrsreichsten Reisewochenenden des Jahres. Bereits am Freitag nach Schulschluss rechnet der ADAC mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen. Besonders Familien nutzen den Ferienbeginn, um direkt in den Urlaub zu starten.
Zusätzlich verschärft sich die Lage, weil zeitgleich auch Reisende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein unterwegs sind. Dadurch treffen Urlauber aus mehreren Bundesländern aufeinander – eine Kombination, die erfahrungsgemäß zu langen Staus auf den wichtigsten Reiserouten führt.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
Nach Einschätzung des ADAC und der Autobahn GmbH müssen Autofahrer vor allem auf den klassischen Ferienrouten mit Verzögerungen rechnen. Besonders staugefährdet sind die Autobahnen in Richtung Nord- und Ostsee sowie die Verbindungen in den Süden Deutschlands.
Zu den am stärksten belasteten Strecken zählen unter anderem:
- A1 Richtung Hamburg sowie zur Ostseeküste
- A7 in Richtung Flensburg und Süden
- A3, A5, A8 und A9 in Richtung Alpen und Süddeutschland
Hinzu kommen zahlreiche Baustellen, die den Verkehrsfluss zusätzlich bremsen. Bundesweit gibt es derzeit rund 1.000 Dauerbaustellen. Auch punktuelle Grenzkontrollen können die Reisezeit verlängern.
Freitag und Samstag gelten als staureichste Tage
Wer flexibel reisen kann, sollte den Hauptreisezeiten möglichst aus dem Weg gehen. Nach Angaben des ADAC wird der stärkste Verkehr am Freitagnachmittag erwartet, wenn Berufspendler und Urlauber gleichzeitig unterwegs sind.
Auch der Samstagvormittag dürfte vielerorts zur Geduldsprobe werden. Hinzu kommt am Sonntagnachmittag der Rückreiseverkehr von Wochenendausflüglern, der die Autobahnen zusätzlich belastet. Wer seine Reise auf Montag oder Dienstag verschieben kann, hat deutlich bessere Chancen auf eine entspannte Fahrt.
Gute Vorbereitung spart Zeit und Nerven
Vor der Abfahrt empfiehlt es sich, die aktuelle Verkehrslage zu prüfen und mögliche Ausweichrouten einzuplanen. Besonders bei hohen Temperaturen sollten Autofahrer außerdem genügend Getränke, kleine Snacks und ausreichend Pausen einplanen.
Die Autobahn GmbH rät zudem dazu, das Fahrzeug vor Reisebeginn zu überprüfen. Dazu gehören unter anderem der Reifendruck, der Ölstand und die Klimaanlage. Gerade bei sommerlicher Hitze können technische Mängel schnell zu Problemen führen.
Rettungsgasse bleibt Pflicht
Kommt es zu einem Stau, erinnern ADAC und Polizei daran, frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden. Sie ermöglicht Rettungskräften einen schnellen Zugang zu Unfallstellen und kann im Ernstfall Leben retten.
Die Rettungsgasse muss bereits gebildet werden, sobald der Verkehr ins Stocken gerät – nicht erst, wenn Einsatzfahrzeuge sichtbar sind. Verstöße können mit empfindlichen Bußgeldern und Punkten in Flensburg geahndet werden.
Gerade an stark frequentierten Reisetagen appellieren die Behörden an alle Verkehrsteilnehmer, Rücksicht zu nehmen und genügend Abstand einzuhalten.
Auch Bahn und Fähren werden stärker genutzt
Nicht nur auf den Straßen wird mit einer erhöhten Auslastung gerechnet. Auch Bahnhöfe, Flughäfen und Fährhäfen bereiten sich auf ein höheres Passagieraufkommen vor. Vor allem Reisende in Richtung Nord- und Ostsee sollten genügend Zeit für ihre Anreise einplanen.
Viele Urlauber entscheiden sich trotz des erwarteten Verkehrs bewusst für eine frühe Abfahrt, um Staus möglichst zu umgehen. Dennoch rechnen Verkehrsexperten damit, dass sich Wartezeiten auf vielen Strecken kaum vermeiden lassen.
Geduld ist zum Ferienstart gefragt
Mit dem Beginn der Sommerferien startet auch die erste große Reisewelle des Jahres. Besonders am Freitag und Samstag müssen Autofahrer auf den wichtigsten Urlaubsrouten mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Baustellen, Grenzkontrollen und der gleichzeitige Ferienbeginn mehrerer Bundesländer erhöhen das Staurisiko zusätzlich.
Wer seine Fahrt sorgfältig plant, die Verkehrslage im Blick behält und möglichst außerhalb der Stoßzeiten startet, kann die Reise dennoch deutlich entspannter antreten.
Quelle: ndr.de
