Lange war Norwegen ein Land, was eine überschaubare Anzahl an Menschen bereiste, meistens aus Deutschland. Diese genossen die Abgeschiedenheit der Natur, die Ruhe, und Orte der Einsamkeit. Damit ist es in einigen Regionen in der Sommersaison vorbei. So auch in der Naturidylle der Lofoten. Ein wahren Tourismusboom hat Norwegen in den letzten Jahren erfahren. Die Urlauber flüchten in Richtung milderem Klima in Skandinavien. Dadurch bilden sich vermehrt Verkehrsstaus und eine enorme Anzahl an Wohnmobilen wie – wagen.
Belastung der Natur in den Lofoten
Leider zieht die erhöhte Zahl an Touristen auch Müll in der Landschaft nach sich und partielle Zerstörung der Natur. Denn die Besucher verlassen häufig die vorgesehenen Wanderwege und erzeugen Trampelpfade, wo sich die Natur an diesen Stellen nicht mehr erholt. Dasselbe gilt auch für Wildcampen auf Äckern, bei denen gedacht wird, sie ständen frei zur Verfügung, sind allerdings Privatgelände. Dadurch wird oft angebautes Tierfutter vernichtet. Nun will die norwegische Regierung dieser Entwicklung Einhalt gebieten.
Nachhaltigkeit der Lofoten bewahren
Ab 2027 können Gemeinden einen Übernachtungszuschlag von 3 Prozent verlangen. Diese soll bislang erst einmal nur für Ferienunterkünfte wie Airbnb und Hotelgäste gelten. Die Steuereinnahmen sollen dann hauptsächlich in den Behalt der Nachhaltigkeit Norwegens investiert werden sowie in die Verbesserung oder Anschaffung neuer Sanitäranlagen, Müllbehälter, Parkplätze und in den Bau von weiteren Wanderwegen. In Kritik steht, dass Camper von dieser zusätzlichen Steuer noch befreit sind. Die Hotelbranche beklagt, dass mit dieser Regelung gerade die Urlauber in Verantwortung genommen werden, die ohnehin schon in der Region Geld lassen.
Quelle: outdoor-magazin.de, tagesschau.de, watson.de
