Acht geschlossene Flughäfen, rund 3.000 gestrichene Flüge, mehr als 340.000 gestrandete Passagiere – das ist die Bilanz nach dem Vulkanausbruch in Indonesien. Nachdem der etwa 150 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta entfernte Anak Krakatau am Samstag Asche und Lava ausgespuckt hatte, nahmen nun fast alle der betroffenen Airports den Flugverkehr wieder auf.
Einer der aktivsten Vulkane der Erde: der Anak Krakatau
Aufgrund seiner Lage in der Meerenge zwischen den zwei Inseln Java und Sumatra sowie auf zwei verschiedenen Erdplatten gilt der Anak Krakatau als explosiv und gefährlich. Der heutige Feuerberg entstand 1927 – die Vorgänger-Vulkane des Gebietes richteten allerdings auch schon Jahrzehnte zuvor riesige Schäden an und forderten zehntausende Menschenleben.
Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring und hat etwa 130 aktive Vulkane – mehr als jedes andere Land. Bei dem aktuellen Ausbruch des Anak Krakatau wurde Asche und Lava in die Luft geschleudert und es bildeten sich dichte Wolken. Diese erreichten Höhen zwischen 6.000 und 15.000 Metern und sorgten für eine teilweise Sperrung des indonesischen Luftraums. Während das beliebte Urlaubsziel Bali nicht betroffen war, wurden insgesamt acht Flughäfen, darunter die beiden internationalen Flughäfen der Hauptstadt Jakarta, vorübergehend geschlossen.
Kompletter Stillstand auf den Flughäfen
Wechselnde Winde machten es schwer, eine Prognose zu treffen, wann der betroffene Luftraum über Indonesien wieder geöffnet würde. Mehrmals wurde die Sperrung verlängert. Bei insgesamt acht Flughäfen blieben die Flieger am Boden, allein am Hauptstadtflughafen Soekarno-Hatta waren es 178 Maschinen. Dieser bedient nicht nur inner-indonesische Ziele, sondern ist auch ein wichtiges Drehkreuz im internationalen Flugverkehr.
Wiederaufnahme des Flugbetriebes
Am Dienstag 8.9. wurden die meisten der acht geschlossenen Airports wieder geöffnet. Am Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta starteten und landeten bereits kurz nach Mitternacht erste Flüge, bis 8 Uhr Ortszeit waren 90 Flüge durchgeführt. Die Verantwortlichen gaben bekannt, insgesamt voraussichtlich rund 113.000 Passagiere auf 896 Flügen abzufertigen.
Weitere der geschlossenen Flughäfen auf Java und Sumatra konnten entweder bereits am Montag oder schrittweise am Dienstag wieder öffnen. Bis sich die Lage wieder normalisiert, könnte es nach der zweitägigen Sperrung etwas dauern. Umgeleitete oder festgesetzte Flugzeuge müssen überprüft, neu bereitgestellt oder verlegt werden, gestrandete Passagiere weitergeflogen.
Quellen: t-online.de, stern.de, spiegel.de, soekarnohatta.injourneyairports.id
