Reisende in den Niederlanden müssen sich im September auf erhebliche Einschränkungen bei Bus und Bahn einstellen. Für Mittwoch, den 9. September 2026, hat die Gewerkschaft FNV einen 24-stündigen Streik im öffentlichen Nahverkehr und im Bahnsektor angekündigt. Auch grenzüberschreitende Verbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden könnten dadurch beeinträchtigt werden.
Nahverkehr und Bahn betroffen
Zum Arbeitskampf haben die Gewerkschaften FNV Spoor, FNV Streekvervoer und FNV Stadsvervoer aufgerufen. Damit erstreckt sich der Streik auf den öffentlichen Verkehr und den Bahnsektor. Nach Angaben der FNV beteiligen sich auch Beschäftigte des Schienenbetreibers ProRail und von DB Cargo.
Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Verkehr möglich
Auch für Reisende aus der deutschen Grenzregion in Richtung Niederlande oder zurück könnte der Streik relevant werden. Welche konkreten Verbindungen ausfallen oder eingeschränkt verkehren, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.
Reisende, die am 9. September mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Niederlande oder zurück nach Deutschland unterwegs sind, sollten den Streik daher bei ihrer Planung berücksichtigen.
Genaue Streikzeiten werden noch bekannt gegeben
Für Reisende bleiben zunächst vor allem die konkreten Auswirkungen auf einzelne Verbindungen offen. Für den Regionalverkehr soll die Arbeitsniederlegung am 9. September mit Betriebsbeginn einsetzen. Für den städtischen Nahverkehr und den Bahnsektor stehen die genauen Anfangs- und Endzeiten dagegen noch nicht fest. Die Gewerkschaft will diese Angaben erst im September veröffentlichen.
Gewerkschaft kritisiert geplante Einschnitte
Hinter dem Arbeitskampf stehen politische Forderungen der Gewerkschaft. Die FNV wendet sich gegen Pläne der niederländischen Regierung, Leistungen der sozialen Sicherung zu kürzen. Die Gewerkschaft kritisiert insbesondere Vorhaben in Bezug auf die Arbeitslosenversicherung sowie die Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit.
Aus Sicht der FNV geht es dabei um die finanzielle Absicherung von Menschen, die krankheitsbedingt nicht arbeiten können, erwerbsunfähig werden oder ihren Arbeitsplatz unfreiwillig verlieren. Die Gewerkschaft fordert ein verlässliches soziales Sicherungssystem für Beschäftigte und ihre Familien.
Weitere Streiks im September
Der angekündigte Streik im öffentlichen Verkehr ist Teil einer größeren Protestaktion. Auch Beschäftigte aus Branchen wie der Abfallverarbeitung, der Reinigungsbranche und der Metallindustrie wollen gegen die geplanten Änderungen bei der sozialen Absicherung protestieren.
Bereits für den 4. September ist ein Streik in den niederländischen Häfen vorgesehen. Am 8. September sollen Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst folgen. Nach Angaben der Gewerkschaft könnten sich in den kommenden Wochen noch weitere Berufsgruppen den Protesten anschließen.
Quellen: fnv.nl, aachen.t-online.de
