Zwei der bekanntesten Reiseziele der USA sind derzeit von extremen Wetter- und Naturereignissen betroffen: An der kalifornischen Pazifikküste ist ein Abschnitt des legendären Highway 1 wegen Waldbränden gesperrt. Im Grand Canyon hat eine schwere Sturzflut massive Schäden angerichtet. Für Reisende bedeutet das Einschränkungen an beliebten touristischen Zielen.
Waldbrände legen Highway 1 in Kalifornien lahm
Der Highway 1 gehört zu den berühmtesten Panoramastraßen der Welt. Die Küstenroute führt durch die spektakuläre Landschaft Kaliforniens und ist besonders im Abschnitt Big Sur ein beliebtes Ziel für Roadtrips. Aktuell müssen Reisende dort jedoch auf einen Teil der Strecke verzichten. Wegen zweier Brände ist der Highway 1 in der Big-Sur-Region auf einem längeren Abschnitt von etwa 70 Kilometer gesperrt. Betroffen ist ein Küstenabschnitt rund 250 Kilometer südlich von San Francisco. Die Sperrung soll die Löscharbeiten sowie Evakuierungen und weitere Einsatzmaßnahmen ermöglichen.
Die Feuer sorgen nicht nur für Einschränkungen auf der Straße: Auch Geschäfte und Betriebe im Umfeld des Highway 1 leiden unter den Folgen. Für Urlauber bedeutet die Sperrung, dass beliebte Aussichtspunkte und Orte entlang der Küste derzeit nicht wie gewohnt erreichbar sind.
Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben, hängt von der Entwicklung der Brände und den Einsatzbedingungen vor Ort ab. Reisende sollten deshalb vor einer Fahrt entlang der Küste aktuelle Informationen zur Straßenlage prüfen.
Sturzflut verwüstet beliebten Bereich des Grand Canyon
Auch im Grand Canyon National Park im Bundesstaat Arizona, der als eine beliebtesten USA-Reiseziele gilt, ist die Situation angespannt. Nach heftigen Regenfällen kam es am Samstag zu einer schweren Sturzflut im Bereich des Bright Angel Creek und der Phantom Ranch. Die Wassermassen rissen Geröll und Trümmer mit und beschädigten zahlreiche Einrichtungen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung wurde die Leiche eines 46-Jährigen am Colorado River geborgen. Rund 15 weitere Menschen galten zuletzt als vermisst oder waren noch nicht aufgefunden worden. Mehr als 60 Personen wurden aus dem betroffenen Gebiet evakuiert.
Besonders schwer getroffen wurden Wanderwege und Brücken. Auch der Bootsverkehr auf dem Colorado River wurde vorübergehend eingestellt. Die Flut führte auch zu einer Beschädigung der einzigen Wasserleitung des Nationalparks. Deshalb sind Übernachtungen in Lodges und Hotels innerhalb des Parks derzeit nicht möglich. Bewohner und Besucher wurden gleichzeitig zum Wassersparen aufgefordert. Auch Ausflugsziele der Umgebung wie die Phantom Ranch, von der über 60 Menschen evakuiert werden mussten, bleiben bis zu einer Begutachtung über das Ausmaß der Schäden geschlossen.
Extremwetter weltweit wird zur Herausforderung für den Tourismus
Auch in Europa haben Waldbrände in diesem Sommer zahlreiche Reiseziele getroffen. Besonders Frankreich verzeichnete einen historischen Höchstwert bei den verbrannten Flächen. Auf der beliebten Halbinsel Cap Ferret mussten zeitweise ganze Orte evakuiert werden, zahlreiche Wohnhäuser wurden zerstört.
Ob Waldbrand an Kaliforniens Küste oder Sturzflut im Grand Canyon: Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie schnell Naturgewalten Reisepläne an bekannten Urlaubszielen verändern können. Für Reisende wird damit eine Frage immer wichtiger: Nicht nur, wohin die Reise geht, sondern auch, welche Wetter- und Naturgefahren dort aktuell auftreten können.
Quellen: spiegel.de, tagessschau.de
