Fernreisen ab Deutschland werden wieder etwas preiswerter – zumindest wenn man Verbindungen über die Golf-Drehkreuze (Dubai, Doha, Abu Dhabi) in die Suche einbezieht. Laut einer aktuellen Analyse der Reiseplattform Vivido ist der durchschnittliche Preisaufschlag für Direktverbindungen oder alternative Routen ohne Umstieg im Nahen Osten von 17 auf 13 Prozent gesunken.
Deutliche Entspannung bei beliebten Zielen
Besonders stark hat sich die Preissituation bei klassischen Fernreisezielen entspannt:
- Seychellen: Der Aufpreis sank von 22,3 Prozent auf 11,5 Prozent
- Mauritius: Der Aufpreis sank von 22,9 Prozent auf 10 Prozent
Auch im Hochsommermonat August hat sich der Preisunterschied spürbar verringert (von 17,8 Prozent auf 13,7 Prozent).
Hintergrund der Entwicklung ist die Aufhebung der Reisewarnung für wichtige Umsteigeflughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Während der Reisewarnung hatten Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad ihre Preise stark gesenkt, wodurch Verbindungen ohne Golf-Routing vergleichsweise teuer wirkten. Mit der Normalisierung der Lage gleicht sich dieses Bild wieder an.
Weiterhin Preisvorteile über den Nahen Osten
Trotz der Entspannung bleibt das Routing über die Golfstaaten für viele Fernreisen weiterhin die günstigere Variante. Besonders bei Abflügen ab Düsseldorf ist der Preisunterschied nach wie vor deutlich spürbar. Bei Zielen wie Thailand stieg der Aufpreis für Nicht-Golf-Routen sogar leicht auf 21,9 Prozent an.
Zusätzlich verbessert sich auch die Auswahl: Während der Reisewarnung gab es an 13,8 Prozent der untersuchten Tage keine zumutbare Alternative ohne Golf-Umstieg. Dieser Anteil ist nun auf 10 Prozent gesunken.
Günstigere Reisen zu Traumzielen
Die sinkenden Preisaufschläge sind eine gute Nachricht für alle, die im Herbst und Winter 2026 Fernreisen planen. Besonders bei Traumzielen wie den Seychellen und Mauritius werden Reisen mit Umstieg über Dubai oder Doha wieder deutlich attraktiver. Dennoch empfiehlt es sich, Preise verschiedener Routen zu vergleichen und die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu beachten.
Quelle: touristik-aktuell.de
