Die südpazifischen Insel Niue ist ein Badeparadies mit einer vielfältiger Unterwasserwelt und einzigartiger Kultur. Die rund 1.800 Einwohner der Insel werben für Unabhängigkeit und für die Anerkennung als Staat. Neben Ländern wie Japan, USA und der Schweiz hat nun auch Deutschland die Unabhängigkeit der Insel anerkannt.
Kooperation mit Neuseeland
Seit 1974 ist Niue schon unabhängig von Neuseeland. Militärisch steht der kleine Staat aber weiterhin unter dem Schutz seines großen Inselbruders. Auch die Außenpolitik wird von den Neuseeländern übernommen. Zu der rund 262 Quadratkilometer großen Insel gehört eine große Wirtschaftszone im Pazifik. Als eigenständiger Staat können die Bewohner besser die Meeresgebiete kontrollieren und verwalten sowie Umweltprojekte durchsetzen, wozu die Fischerei-Rechte und der Meeresschutz – insbesondere der Korallen – dazu gehören.
Konzept für Meeresschutz und Kultur
Das Meeresschutzgebiet hat Niue in 127.000 Einheiten eingeteilt. Ein Quadratkilometer kann mit umgerechnet rund 127 Euro gesponsert werden. Die Gelder fließen dann unter anderem in den Schutz der Fischbestände und Korallenriffe ein und wird auch für Bildungsprojekte wie Stipendien für Gemeindemitglieder, die sich für den Meeresschutz engagieren verwendet. Außerdem schulen sie und bringen sie Unternehmen dazu, nachhaltigen Tourismus zu praktizieren.
Durch den klimatischen Wandel werden die Meerestemperaturen in die Höhe getrieben, was saurere Ozeane sowie einen Anstieg des Meeresspiegels nach sich zieht. Neben den Umweltfaktoren wollen die Inselbewohner Niues auch die eigene Sprache, Kultur und Traditionen schützen. Eng arbeitet die Regierung mit der dortigen indigenen Bevölkerung zusammen.
Diplomatische Beziehungen Deutschlands zu Niue
Im Februar nahm Deutschland diplomatischen Beziehungen zu Niue auf und bestätigte dabei die Zusammenarbeit im pazifischen Raum als einen Teil zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels.
Warum Niue für Urlauber so attraktiv ist
Die reichhaltige Unterwasserwelt und das kristallklare Wasser sind nur zwei Aspekte, die den kleinen Inselstaat im Südpazifik für Reisende so attraktiv machen. In den Sommermonaten zwischen Juli und Oktober tummeln sich zahlreiche Buckelwale in der Gegend, die Sie von der Insel aus beobachten können. Es ist sogar möglich, sich den Ozean-Riesen beim schwimmen vorsichtig zu nähern. Allerdings gibt es hierfür strenge Auflagen. Auf Niue erwartet Urlauber viel unberührte Natur, fernab von Massentourismus. Die Inseln ist ausschließlich via Neuseeland mit dem Flugzeug erreichbar.
Quelle: reisereporter.de, tagesspiegel.de
