Urlauber, die 2026 in die Karibik, nach Mexiko oder Florida reisen, müssen mit einer massiven Algenplage rechnen. Wissenschaftler erwarten für dieses Jahr Rekordmengen an Sargassum-Algen, die große Teile der beliebten Strände bedecken und den Badeurlaub spürbar beeinträchtigen können.
Rekordmengen an Sargassum-Algen
Bereits zu Beginn des Jahres 2026 haben Forscher der University of South Florida rund 1,7 Millionen Tonnen Sargassum im Atlantik gemessen – deutlich mehr und früher als in den Vorjahren. Gleich drei große Algenmassen bewegen sich derzeit auf die westliche Karibik und die Küsten Floridas zu.
Besonders von der Algen betroffen sind:
- Die mexikanische Karibikküste (Cancún, Playa del Carmen, Tulum, Akumal, Puerto Morelos)
- Die Florida Keys und Floridas Ostküste
- Karibikinseln wie Barbados, Jamaika, Puerto Rico und die Dominikanische Republik
Folgen für den Urlaub
Wenn die Braunalgen an Land gespült werden und dort verwesen, entsteht ein beißender Geruch, das Wasser wird trüb und der Strand unansehnlich. Bademöglichkeiten sind stark eingeschränkt, und in manchen Fällen erschweren meterhohe Algenberge sogar den Zugang zum Meer. Zusätzlich können in den Algenmatten Tiere leben, die Hautirritationen verursachen.
Der Experte Marcel Conrad vom Krisenfrühwarnunternehmen A3M warnt:
„Sargassum ist längst mehr als ein ästhetisches Problem. Geruch, eingeschränkte Bademöglichkeiten und Räumarbeiten können den Urlaub spürbar beeinträchtigen.“
Tipps für ihren Badeurlaub
- Informieren Sie sich tagesaktuell über die Lage am konkreten Hotelstrand (nicht nur über die Region).
- Fragen Sie direkt beim Hotel oder Reiseveranstalter nach dem aktuellen Zustand.
- Berücksichtigen Sie bei der Buchung, dass die Algenlage von Bucht zu Bucht stark variieren kann.
- Flexible Buchungen mit Umbuchungsmöglichkeit sind in diesem Jahr besonders ratsam.
Die Sargassum-Algenplage wird 2026 voraussichtlich schlimmer als je zuvor. Wer einen klassischen Strandurlaub in der Karibik oder Mexiko plant, sollte die aktuelle Entwicklung genau im Auge behalten und nicht allein auf alte Katalogbilder vertrauen.
Quelle: merkur.de
