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    Tourismus in Berlin 2025: Weniger Gäste und Übernachtungen
    Berlin

    Tourismus in Berlin 2025: Weniger Gäste und Übernachtungen

    Von Janis Muschik19. Februar 2026

    Berlin bleibt begehrt – aber Zahlen sinken

    Der Tourismus in Berlin hat im Jahr 2025 einen spürbaren Dämpfer erlebt: Obwohl die deutsche Hauptstadt weiterhin eines der begehrtesten Städtereiseziele Europas ist, blieben die Gästezahlen und Übernachtungen unter dem Niveau des Vorjahres. Nach Angaben der offiziellen Tourismusstatistik kamen im vergangenen Jahr rund 12,4 Millionen Besucher in die Stadt und buchten etwa 29,4 Millionen Übernachtungen – jeweils leichte Rückgänge im Vergleich zu 12,7 Millionen Gästen und 30,6 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024. Damit verpasste Berlin erstmals seit der Pandemie wieder die wichtige Marke von 30 Millionen Übernachtungen.

    Trotz dieser Entwicklung bleibt Berlin mit seinen mehr als 700 Beherbergungsbetrieben das meistbesuchte Städtereiseziel Deutschlands und gehört weiterhin zu den führenden Metropolen Europas im Städtetourismus.

    Gründe für den Rückgang: Zu hohe Erwartungen nach Großereignissen

    Eine wesentliche Ursache für den Rückgang im Tourismusjahr 2025 ist der sogenannte EM-Effekt aus dem Vorjahr: Im Jahr 2024 zog die Fußball-Europameisterschaft zahlreiche internationale Besucher an, unter anderem weil in der Hauptstadt mehrere Spiele ausgerichtet wurden. Dieser einmalige Impuls führte zu außergewöhnlich hohen Besucherzahlen und machte den Vergleich für 2025 schwieriger.

    Darüber hinaus beobachteten Branchenvertreter, dass die Nachfrage vor allem bei internationalen Gästen stärker zurückging als bei inländischen Reisenden. Analysen zeigen, dass der Anteil ausländischer Übernachtungen zwar rund 41 % aller Nächte ausmacht, die Zahl internationaler Gäste aber im Vergleich zum Vorjahr sank.

    Quellenmärkte im Wandel: Top-Besucher und neue Trends

    Trotz des Gesamtrückgangs blieben einige Quellmärkte stabil oder sogar wachsend. Laut Statistik Berlin-Brandenburg stammen viele internationale Gäste weiterhin aus den USA, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden. Die USA lagen mit etwa 1,28 Millionen Übernachtungen an der Spitze, dicht gefolgt vom Vereinigten Königreich mit rund 1,27 Millionen. Auch aus Schwellenmärkten wie China, Indien, der Türkei, Israel und Kanada verzeichnete Berlin positive Zuwächse, teils im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

    Diese Entwicklung zeigt, dass die Hauptstadt trotz insgesamt rückläufiger Zahlen weiterhin ein internationales Publikum anspricht und neue Märkte erschließen kann.

    Berlin im Wettbewerb: Städtetourismus unter Druck

    Verglichen mit anderen deutschen Städten bleibt Berlin zwar unangefochten an der Spitze, die aktuelle Situation verdeutlicht jedoch, dass der Wettbewerb im europäischen Städtereisemarkt intensiver geworden ist. Städte wie Hamburg oder München konnten ihre Zahlen stabil halten oder sogar steigern, während Berlin 2025 leicht nachgab.

    Besonders nachgefragt bleibt Kultur-, Messe- und Kongresstourismus. Diese Segmente gelten als zentrale Stützen der Besucherkultur in Berlin – große Veranstaltungen wie die ILA oder die InnoTrans ziehen regelmäßig internationale Fachbesucher an und sollen auch 2026 wieder Impulse geben.

    Strategien gegen den Rückgang: Zukunftsfokus und Innovation

    Vertreter von visitBerlin unterstreichen, dass die aktuellen Zahlen keine Krise markieren, sondern vielmehr ein Zwischenstand innerhalb einer langfristigen strategischen Entwicklung sind. In einer Pressekonferenz betonte Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker, dass Berlin trotz eines leichten Rückgangs im Tourismus seinen Platz unter den Top-5-Städtedestinationen Europas behauptet. Die Stadt habe sich als Sehnsuchtsort und kulturelles Zentrum etabliert, bei dem sich nur wenige Metropolen, etwa Dublin, bei Solo-Reisen stärker entwickelten.

    Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hob hervor, dass Berlin weiter in digitale Innovationen, stadtverträgliches Tourismus-Management und Qualitätsverbesserungen investiert. Projekte wie KI-gestützte Informationsangebote, digitale Besuchsdatenanalyse und neue Veranstaltungsformate sollen das Erlebnis für Gäste verbessern und zugleich die Lebensqualität für Anwohnende sichern.

    Zukunftsaussichten: Optimismus trotz Herausforderungen

    Für 2026 gilt der Optimismus in der Berliner Tourismusszene als ungebrochen. Mit einem vollen Veranstaltungsjahr, internationalen Kongressen und dem Fokus auf nachhaltige sowie datenbasierte Tourismusentwicklung setzt Berlin auf eine breitere Besucherverteilung und attraktive Angebote für verschiedene Marktsegmente. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Messe- und Geschäftstourismus als stabilisierend für die Gesamtentwicklung des Tourismus hervorgehoben.

    Während die Marke von 30 Millionen Übernachtungen in 2025 knapp verpasst wurde, zeigt die Analyse, dass der Tourismus in Berlin nach wie vor auf einem hohen Niveau operiert und gut positioniert ist, um langfristig wieder zu wachsen.

    Quelle: tophotel.de

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