Thailand passt seine Einreisebestimmungen für Touristinnen und Touristen an. Künftig dürfen Reisende aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, voraussichtlich nur noch 30 Tage visumfrei im Land bleiben. Bisher waren Aufenthalte von bis zu 60 Tagen ohne Visum möglich. Zusätzlich führt Thailand eine verpflichtende digitale Einreisekarte ein, die bereits vor der Ankunft online ausgefüllt werden muss.
Thailand reduziert visumfreien Aufenthalt auf 30 Tage
Die thailändische Regierung hat beschlossen, die Dauer des visumfreien Aufenthalts wieder zu verkürzen. Reisende aus insgesamt 54 Staaten sollen künftig nur noch maximal 30 Tage ohne Visum in Thailand bleiben dürfen. Damit kehrt das Land zu einer früheren Regelung zurück, nachdem die erlaubte Aufenthaltsdauer vorübergehend auf 60 Tage erweitert worden war.
Die Verlängerung auf 60 Tage wurde ursprünglich eingeführt, um den Tourismus nach der Corona-Pandemie anzukurbeln und die Wirtschaft des Landes zu stärken. Nach Angaben der Regierung zeigte sich jedoch, dass die meisten Urlauber deutlich kürzer bleiben. Statistiken zufolge verbringen Touristinnen und Touristen durchschnittlich nur etwa 15 Tage in Thailand.
Neue digitale Einreisekarte wird Pflicht
Zusätzlich zur verkürzten Aufenthaltsdauer führt Thailand die sogenannte „Thailand Digital Arrival Card“ (TDAC) ein. Diese digitale Registrierung wird für alle Einreisenden verpflichtend – unabhängig davon, ob die Einreise per Flugzeug, Auto oder Schiff erfolgt.
Die Angaben müssen spätestens 72 Stunden vor der Ankunft online eingetragen werden. Erfasst werden dabei unter anderem Passdaten, Reisedetails sowie Informationen zur Unterkunft in Thailand. Mit der neuen digitalen Einreisekarte möchte die Regierung die Einreiseprozesse modernisieren und die Kontrolle über Besucherströme verbessern.
Regierung reagiert auf Missbrauch der bisherigen Regelung
Ein weiterer Grund für die Verschärfung der Einreisebestimmungen ist laut Behörden der Missbrauch der bisherigen 60-Tage-Regelung. In einigen Fällen sei der längere visumfreie Aufenthalt genutzt worden, um illegal zu arbeiten, unerlaubte Geschäfte zu betreiben oder kriminellen Aktivitäten nachzugehen.
Besonders aus beliebten Tourismusregionen wie Phuket wurden entsprechende Vorfälle gemeldet. Die Regierung möchte mit der Rückkehr zur 30-Tage-Regelung daher auch die Sicherheit erhöhen und illegale Aktivitäten besser eindämmen.
Verlängerung des Aufenthalts weiterhin möglich
Wer länger als 30 Tage in Thailand bleiben möchte, kann weiterhin eine Verlängerung bei der thailändischen Einwanderungsbehörde beantragen. Diese ermöglicht zusätzliche 30 Tage Aufenthalt, ist jedoch kostenpflichtig. Der Antrag kostet derzeit 1.900 Baht, was umgerechnet ungefähr 50 Euro entspricht. Reisende sollten beachten, dass die Verlängerung rechtzeitig beantragt werden muss, um Probleme bei der Ausreise zu vermeiden.
DTV-Visum als Alternative für digitale Nomaden
Für digitale Nomaden und Langzeitreisende bietet Thailand weiterhin das sogenannte „Destination Thailand Visa“ (DTV) an. Dieses Mehrfachvisum ist fünf Jahre gültig und erlaubt Aufenthalte von bis zu 180 Tagen pro Einreise. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt um weitere 180 Tage zu verlängern. Die Beantragung des DTV kostet aktuell 10.000 Baht, was etwa 260 Euro entspricht. Damit richtet sich Thailand gezielt an Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und längere Zeit im Land verbringen möchten.
Zeitpunkt der Einführung noch offen
Wie die Zeitung Bangkok Post berichtet, wurde die Rückkehr zur früheren Einreiseregel bereits vom thailändischen Kabinett beschlossen. Der Beschluss wird nun an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Ein konkreter Termin für das Inkrafttreten der neuen Regelungen wurde bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben. Reisende sollten sich daher vor der Buchung und Abreise regelmäßig über den aktuellen Stand der Einreisebestimmungen informieren.
Quelle: reisereporter.de
