Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1963 wurde damals in der DDR der Schnelltriebwagen SVT Görlitz 18.16 vorgestellt. Ein Glanzstück der damaligen Eisenbahntechnik. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 160 Km/h konnte er sich mit der Konkurrenz bestens messen. Optisch hat der Zug etwas Einmaliges mit großem Wiedererkennungswert. Und nun kann man mit diesem Glanzstück der Eisenbahngeschichte wieder fahren.
Internationale Verbindungen
Bis 1981 fuhr der Schnellzug SVT Görlitz 18.16 insbesondere auf internationalen Strecken und deckte Reiseverbindungen wie Berlin-Prag-Wien („Vindobona“) oder als Neptun die Fahrt von Berlin nach Kopenhagen ab. Der Zug diente damit zugleich auch als Aushängeschild für die Fahrzeugtechnik der DDR. Entwickelt und gebaut wurde der Zug im VEB (Volkseigener Betrieb) Waggonbau in Görlitz unter Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Kunst in Berlin-Pankow.
Aufwändige Restaurierung
Der Zug besticht durch sein außergewöhnliches, stromlinienförmiges Design. Viele Eisenbahn-Verliebte und Nostalgiker haben sich dafür eingesetzt, dass der SVT Görlitz 18.16 wieder betriebsfähig gemacht wird, nachdem Vandalismus sowie das Wetter dem Zug ordentlich zugesetzt hatten. Die Verkehrs Industry Systeme GmbH und viele Helfer der SVT Eisenbahnfreunde haben in rund sechs Jahren diesen historischen Zug wieder restauriert und fahrtüchtig gemacht.
Premierenfahrt SVT Görlitz 18.16 ging von Halberstadt nach Thale
Nach über 20 Jahren Pause wurde der ehemalige Schnellzug der DDR mit seinen zwei Triebköpfen am 13. Juni 2026 feierlich der SVT Görlitz GmbH übergeben. Zuvor fand die Premierenfahrt von Halberstadt zum Hauptbahnhof Thale statt. Der Zug glänzt auch wieder in seinen Originalfarben Elfenbein und Weinrot. Dazu eine blau-weiß-schwarze Linie, die den SVT Görlitz18.16 komplett umzieht. Auch der Innenraum ist identisch zur damaligen Zeit wieder hergestellt worden. So auch das Bordrestaurant mit richtiger Küche, in der frisch zubereitet wird.
Sonderfahrten für den Tourismus
Von seinem Heimatbahnhof im sächsischen Radebeul aus, wird dieser historische Zug nun zu Sonderfahrten für Touristen hauptsächlich in Mitteldeutschland aufbrechen. Geplant sind aber auch internationale Routen. Mit seinen 114 Sitzplätzen ist der Zug allerdings für 2026 schon so gut wie ausgebucht. Buchen kann man eine Fahrt mit dem SVT 18.16 über Maertens-Reisen oder über den SVT Görlitz.
Quellen: t-online.de, deutschlandfunk.de
