Von der Ostsee bis zu den Alpen: Fünf deutsche Gemeinden kämpfen um eine begehrte internationale Auszeichnung
Deutschland schickt in diesem Jahr gleich fünf ländliche Reiseziele ins Rennen um eine der renommiertesten Auszeichnungen im internationalen Tourismus. Kochel am See, Worpswede, Tecklenburg, Fischen im Allgäu und Putgarten auf Rügen bewerben sich für den Titel „Best Tourism Villages by UN Tourism“.
Mit dem Wettbewerb würdigt die Welttourismusorganisation Orte, die nachhaltigen Tourismus, kulturelle Identität und die Entwicklung ländlicher Regionen erfolgreich miteinander verbinden. Die Ergebnisse werden im Herbst erwartet.
Nach deutschem Doppelerfolg steigen die Erwartungen
Die Hoffnungen auf eine weitere Auszeichnung sind groß. Bereits im vergangenen Jahr konnten sich Schiltach und Bad Hindelang den Titel „Best Tourism Villages“ sichern.
Die aktuellen Bewerbungen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht und fachlich vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes begleitet. Für die teilnehmenden Gemeinden geht es dabei um weit mehr als eine Auszeichnung: Der Wettbewerb verspricht internationale Aufmerksamkeit sowie den Zugang zu einem globalen Netzwerk für nachhaltige Tourismusentwicklung.
Zwischen Alpen, Moorlandschaft und Ostseeküste
Die fünf Kandidaten stehen für die ganze Vielfalt des ländlichen Tourismus in Deutschland.
Kochel am See repräsentiert den alpinen Raum am Rand der Bayerischen Alpen. Worpswede bringt die besondere Kulturlandschaft des Teufelsmoors ins Rennen. Tecklenburg setzt auf seine historische Stadtkultur im Teutoburger Wald. Fischen im Allgäu wirbt mit Natur- und Erholungstourismus, während Putgarten auf Rügen die einzigartige Ostseeküste rund um Kap Arkona vertritt.
Gerade diese unterschiedlichen Profile sollen zeigen, wie breit und vielfältig Deutschlands ländliche Reiseziele inzwischen aufgestellt sind.
Nicht nur schön: Nachhaltigkeit entscheidet mit
Beim Wettbewerb zählt längst nicht nur die touristische Attraktivität eines Ortes. Nach Angaben des Kompetenzzentrums Tourismus werden auch nachhaltige Entwicklung, der Erhalt kultureller Identität sowie soziale Integration bewertet.
„Die Bewerbungen zeigen, wie vielfältig, qualitätsorientiert und nachhaltig sich touristische Entwicklung in ländlichen Regionen Deutschlands gestaltet“, sagt Heinz-Dieter Quack, Leiter des Kompetenzzentrums.
Mehr als 800 Dörfer weltweit beteiligt
Teilnehmen dürfen ausschließlich Orte mit ländlichem Charakter und maximal 15.000 Einwohnern. Seit dem Start des Programms im Jahr 2021 haben sich weltweit bereits mehr als 800 Dörfer aus über 100 Ländern beworben.
Ob einer der fünf deutschen Kandidaten in diesem Jahr erneut für internationale Schlagzeilen sorgt, wird sich im Herbst entscheiden.
Quelle: touristik-aktuell.de
