Das Auswärtige Amt hat die seit dem 28. Februar 2026 ausgesprochenen Reisewarnungen für eine Reihe von Ländern in der Golfregion aufgehoben. Von der Risiko-Rückstufung sind Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Jordanien betroffen. Allerdings rät das Auswärtige Amt weiterhin von Reisen in die Länder ab. Zugleich haben die Vereinigten Arabischen Emirate den Luftraum wieder vollständig freigegeben. Was diese Entwicklung nun für den Tourismus in der Region bedeutet, lesen Sie hier.
Reisewarnungen zum 1. Mai aufgehoben
Ende Februar hatten militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran begonnen. Danach kam es zu Angriffen Irans auf verschiedene Ziele in der Region, darunter zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen sowie Büro- und Wohngebäude. Daraufhin verhängte das Auswärtige Amt die Reisewarnung für zahlreiche Länder am Persischen Golf. Aktuell gilt eine Waffenruhe. Auch wenn das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung weiterbesteht, hat das Auswärtige Amt nun die Reisewarnungen zum 1. Mai aufgehoben.
VAE geben Luftraum wieder frei
Unterdessen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum nach eigenen Angaben wieder freigegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der normale Flugbetrieb werde vollständig wieder aufgenommen, habe die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mitgeteilt, nachdem es zwei Monate nur begrenzt Sonderflüge gegeben hatte. So ist das Umsteigen in Dubai mit Emirates und Flydubai, in Abu Dhabi mit Etihad Airlines und in Doha mit Qatar Airlines wieder uneingeschränkt möglich.
Die Entscheidung sei nach einer umfassenden Begutachtung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen erfolgt, hieß es. Der Luftraum werde kontinuierlich überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Reiseveranstalter prüfen Lage
Durch die Neubewertung der Lage im Nahen Osten können Reiseveranstalter nun selbst entscheiden, ob Pauschalreisen in diese Regionen – inklusive Drehkreuzflüge – wieder angeboten und durchgeführt werden, wie der DRV mitteilt. Dem Verband zufolge prüfen Veranstalter aktuell die Reisemöglichkeiten und Flugoptionen. Für Reisende bedeutet das Ende der formellen Reisewarnung allerdings auch, dass das kostenfreie Rücktrittsrecht für Reisen in die Region entfällt. Zudem erhalten Reiseversicherungen in den betroffenen Regionen nun wieder ihre Gültigkeit.
Amt rät trotz Entwarnung weiter ab
Für Reisende bleibt die Lage damit indes nicht frei von Einschränkungen. Das Auswärtige Amt formuliert zum Beispiel für die Vereinigten Arabischen Emirate weiterhin: „Von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate wird dringend abgeraten.“ Dieser Hinweis gilt auch für die anderen Länder am Golf. Zur Begründung verweist das Amt auf die Lage in der Region: „Die Sicherheitslage in der Region bleibt höchst volatil; eine erneute Verschärfung der Sicherheitslage in der Region einschließlich erheblicher Einschränkungen des Flugverkehrs kann nicht ausgeschlossen werden.“ Alle aktuellen Hinweise finden Sie direkt auf der Seite: Aktuelle Reisewarnungen – Auswärtiges Amt.
Quelle: touristik-aktuell.de
