Eine besondere Würdigung für Kärnten: Der Naturpark Weissensee wurde zum „Naturpark des Jahres 2026“ gekürt. Die Ehrung würdigt zwei Jahrzehnte Engagement für den Naturschutz, nachhaltige Mobilität und eine regionale Entwicklung im Einklang mit der Natur.
Auszeichnung beim Jahrestreffen der Naturparke Österreichs
Der Naturpark Weissensee darf sich über eine besondere Anerkennung freuen: Im Rahmen des Jahrestreffens der Naturparke Österreichs wurde ihm die Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2026“ offiziell überreicht. Die Ehrung fand bei einer gemeinsamen Schifffahrt auf dem Weissensee statt.
Für den Naturpark kommt die Auszeichnung zu einem besonderen Zeitpunkt. Im Jahr 2026 feiert die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 2006 steht der Weissensee für einen Ansatz, der den Schutz wertvoller Naturräume mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort verbinden soll.
7.640 Hektar Naturraum und zahlreiche Projekte
Der Naturpark umfasst eine Fläche von 7.640 Hektar und erstreckt sich über die Gemeinden Weissensee und Stockenboi. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die den Naturschutz und das Naturerlebnis in der Region stärken.
Dazu gehören Naturpark-Partnerschulen und -Kindergärten, Maßnahmen zur Förderung sanfter Mobilität sowie der Schutz wertvoller Ufer- und Feuchtlebensräume. Auch barrierefreie Angebote ermöglichen es, die Natur auf unterschiedliche Weise zu erleben.
Zu den jüngeren Meilensteinen zählen die Renaturierung des Mühltumpfs, das Projekt „Wald der Zukunft“ und die neue Naturpark-Information „Das Fischhaus“.
Naturschutz und regionale Entwicklung gemeinsam denken
Naturparkreferentin und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung für den gemeinsamen Weg der Region. Seit 20 Jahren zeige der Weissensee, wie moderner Naturschutz gemeinsam mit den Menschen gelingen könne.
Dabei gehe es darum, natürliche Lebensgrundlagen zu schützen und gleichzeitig gute Perspektiven für die Regionen zu schaffen. Wenn Gemeinden, Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz gemeinsam Verantwortung übernehmen, könnten sowohl die Natur bewahrt als auch die Lebensqualität und die regionale Entwicklung gestärkt werden.
Auch Johann Thauerböck, Präsident des Verbands der Naturparke Österreichs (VNÖ), gratuliert zur Auszeichnung. Besonders hebt er den konsequent gelebten sanften Tourismus und das Mobilitätskonzept des Naturparks hervor. Der Weissensee zeige, wie Naturschutz, Lebensqualität und regionale Entwicklung miteinander vereinbart werden können.
Anerkennung für das Engagement der gesamten Region
Für Franz Schier, Vorsitzender des Naturparks Weissensee, ist die Auszeichnung Anerkennung und Auftrag zugleich. Dass der Naturpark gerade im Jahr seines 20-jährigen Bestehens ausgezeichnet wird, sei eine besondere Freude.
Vor allem würdige die Ehrung den Einsatz der vielen Menschen, Betriebe und Organisationen, die den Naturpark-Gedanken in der Region mittragen und mit Leben erfüllen.
Auch Julia Friedlmayer, Geschäftsführerin des VNÖ, unterstreicht die Bedeutung des Weissensees. Die Region sei ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Leitgedanke „Schützen durch Nützen“ gelebt werden könne.
Austausch über die Zukunft der Naturparke
Neben der feierlichen Auszeichnung steht beim Jahrestreffen der Naturparke Österreichs der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Österreich kommen am Weissensee zusammen, um sich zu vernetzen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Naturpark-Arbeit voranzutreiben.
Am 13. Oktober widmet sich eine Fachtagung dem Zusammenspiel von Landwirtschaft, Naturschutz und regionaler Entwicklung.
Mit der Auszeichnung als „Naturpark des Jahres 2026“ erhält der Weissensee damit nicht nur Anerkennung für die vergangenen 20 Jahre. Sie ist zugleich ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg des gemeinsamen Natur- und Landschaftsschutzes konsequent fortzusetzen.
Quelle: meinbezirk.at
