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    sonnenklar.TV News
    Home»Reiseziele»Polens „Dubaj“: Gigantisches Strandprojekt an der Ostsee
    Luftaufnahme des gigantischen Strandprojekts "Dubaj" bei Jaroslawiec an der Ostsee Polens, das inzwischen auch für Urlauber attraktiv ist.
    Alternative zur Wüstenmetropole Dubai: Polens Ostseeküste bietet den größten künstlichen Strand Europas bei Jaroslawiec.
    Reiseziele

    Polens „Dubaj“: Gigantisches Strandprojekt an der Ostsee

    Von Steffen Wulf5. Mai 2026

    Luxusprojekte und neue Urlaubsparadiese der Superlative gibt es nicht nur in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sondern liegen manchmal fast vor der Haustür: Im polnischen Jarosławiec an der Ostsee befindet sich der größte künstlich angelegte Strand Europas. Der mehrere Hektar große Abschnitt wird im Volksmund „Dubaj“ genannt – eine Anspielung auf den hellen Sand und die außergewöhnliche Dimension der Anlage. Und die sorgt inzwischen für echtes Urlaubsfeeling – ganz ohne Fernreise.

    Vom Küstenschutz zur Urlaubsoase

    Entstanden ist der Strand „Dubaj“ jedoch nicht als touristische Attraktion. Hintergrund für das gigantische Strandprojekt waren massive Probleme mit Küstenerosion, sodass sogar Erdrutsche drohten. Um die Natur zu schützen und die Küstenlinie zu stabilisieren, wurde ein ambitioniertes Bauprojekt gestartet: Ein künstlicher Strand sollte entstehen.

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf rund fünf Hektar Fläche wurde Europas größter künstlicher Strand angelegt. Der feine, helle Sand stammt direkt vom Meeresgrund der Ostsee und wurde über Monate hinweg aufgeschüttet. Ergänzt wird das Ganze durch massive Granitwellenbrecher, die wie schützende Arme ins Meer ragen und die Küste stabilisieren. Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass das auch so bleibt. In den kälteren Monaten wird kontinuierlich neuer Sand vom Meeresgrund heraufgepumpt, um die Qualität zu erhalten – ein Aufwand, der sich sichtbar lohnt.

    Urlaubsattraktion mit sauberstem Wasser

    Heute ist aus der einstigen Schutzmaßnahme eine echte touristische Attraktion geworden. „Plaza Dubaj“ wird das gigantische Strandprojekt genannt. Wer es besucht, dürfte kaum glauben, dass er künstlich angelegt wurde. Weicher Sand, viel Platz und vergleichsweise wenig Trubel machen den Ort zu einem echten Geheimtipp. Die Infrastruktur vor Ort ist funktional ausgebaut: Es gibt sanitäre Einrichtungen, Umkleidemöglichkeiten sowie gastronomische Angebote. Während der Saison ist zudem eine Badeaufsicht im Einsatz. Gleichzeitig bleibt die Region insgesamt weniger stark frequentiert als viele andere europäische Küstenabschnitte, was den Charakter des Ortes prägt.

    Zukunftspläne mit mehr Komfort und besseren Zugängen

    Doch die Entwicklung des gigantischen Strandprojekts ist noch nicht abgeschlossen. Die Gemeinde Postomino arbeitet bereits an weiteren Verbesserungen. Geplant ist ein moderner Strandzugang, der sich harmonisch in die Natur einfügt.

    Ein entsprechender Architekturentwurf sieht zudem eine Aussichtsterrasse sowie einen geschwungenen Weg zum Strand vor. Ergänzt werden soll das Konzept durch eine befestigte Promenade, die auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet ist. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist aktuell noch offen. Ein Verfahren zur Umsetzung wurde jedoch bereits eingeleitet.

    „Dubaj“ als Beispiel für modernen Küstenschutz

    Das gigantische Strandprojekt an der Ostsee verdeutlicht, wie Maßnahmen zum Küstenschutz mit einer späteren Nutzung durch Besucher verbunden werden können. Gleichzeitig zeigt es den dauerhaften Aufwand, der notwendig ist, um solche Anlagen zu erhalten. Der künstliche Strand von Jarosławiec bleibt damit sowohl aus technischer als auch aus touristischer Sicht ein bemerkenswertes Beispiel an der Ostsee.Auch für Reisende, die neue Ziele entdecken möchten, ohne gleich ans andere Ende der Welt zu fliegen, ist Polens „Dubaj“ eine spannende Option.

    Quelle: reisereporter.de

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