In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026 heißt es wieder: eine Stunde weniger Schlaf. Am letzten Sonntag im März beginnt in Deutschland die Sommerzeit – die Uhren werden um 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde kürzer, abends bleibt es dafür künftig länger hell. Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland eingeführt, seit 1996 gilt sie einheitlich in allen Mitgliedstaaten der Europäische Union. Ziel war es ursprünglich, Energie zu sparen und das Tageslicht besser zu nutzen.
Wo gilt die Sommerzeit?
Innerhalb der EU erfolgt die Zeitumstellung zeitgleich – selbst über verschiedene Zeitzonen hinweg. So stellen beispielsweise Portugal (Westeuropäische Zeit) und Finnland (Osteuropäische Zeit) ihre Uhren im selben Moment um, auch wenn dort unterschiedliche Uhrzeiten angezeigt werden.
Auch außerhalb Europas gilt in vielen Staaten die Sommerzeit, darunter die Vereinigte Staaten, Kanada, Israel, Chile und Neuseeland. In tropischen Regionen nahe dem Äquator hingegen wird meist nicht umgestellt, da sich die Tageslängen dort über das Jahr hinweg kaum verändern.
Diskussionen um Sinn und Zweck
Ursprünglich sollte die Sommerzeit helfen, Energie zu sparen – ein Argument, das besonders während der Ölkrise in den 1970er-Jahren Gewicht hatte. Heute gilt der tatsächliche Spareffekt jedoch als weitgehend widerlegt. Zwar wird abends das Licht später eingeschaltet, in kühleren Monaten steigt jedoch der Heizbedarf am Morgen.
Zudem bereitet die zweimalige Umstellung im Jahr vielen Menschen Probleme. Vor allem Kinder benötigen oft mehrere Tage, um ihren Schlafrhythmus anzupassen. Auch in der Landwirtschaft sorgt die veränderte Zeit für Herausforderungen.
Einige Länder haben sich bereits von der Sommerzeit verabschiedet: So schaffte Russland sie 2011 ab, Brasilien folgte 2019. Die Türkei führte 2016 die Sommerzeit dauerhaft ein.
In Deutschland und der EU bleibt es jedoch vorerst bei der bekannten Regelung: Zweimal jährlich wird an der Uhr gedreht.
Quelle: bild.de
