Die Stadt Salzburg verbinden viele von uns mit dem musikalischen Erbe von Mozart. Der berühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart hat einen großen Einfluss auf unseren Alltag, oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Seine Musik erklingt auf Smartphones und in Filmen, sein Konterfei ziert die österreichische 1-Euro-Münze, sein Name steht bei Genussmitteln für Premiumqualität, dazu gibt es in fast jeder größeren Stadt im deutschsprachigen Gebiet eine Mozart-Straße oder einen Mozartplatz.
Der Musiker, der so fest in unserem Bewusstsein verankert ist, wurde in Salzburg geboren. Natürlich ist die Stadt an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland zu Recht stolz auf dieses künstlerische Erbe – aber neben Mozart gibt es hier noch so viel mehr zu sehen und zu entdecken. Begleitet ihr uns zu den 9 schönsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten von Salzburg!
Inhaltsverzeichnis
- Die Festung Hohensalzburg – majestätische Wächterin über die Stadt
- Getreidegasse Nummer 9 – das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart
- Schloss Mirabell und Mirabellgarten – barocke Archtitektur- und Gartenjuwelen
- Dom zu Salzburg – das bedeutendste kirchliche Bauwerk der Stadt
- Red Bull Hangar-7 – viel mehr als ein simples Flugzeugmuseum
- Haus der Natur – Salzburg beliebtestes Museum
- Der Almkanal – für Naturfans, Surfer und baugeschichtlich Interessierte
- Stiegl-Brauwelt – ein Eldorado für Bierliebhaber
- Café Tomaselli – ein Zeugnis berühmter Österreichischer Kaffeehaus-Geschichte
- Fazit: Salzburg ist nicht nur für Mozart-Liebhaber eine Reise wert!
Die Festung Hohensalzburg – majestätische Wächterin über die Stadt
Sie sieht man schon von weitem: die Festung Hohensalzburg. 1077 wurde mit dem Bau begonnen, der sich dann über mehrere Jahrhunderte fortsetzen sollte – um 1500 erhielt das Areal sein heutiges Erscheinungsbild. Die über 900 Jahre alte Festung zählt zu den größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Europas – in all den Jahren wurde sie nämlich nie eingenommen.

Prunkvoll gestaltete Räume, die seit 1502 unverändert sind, lassen den Besucher in aufregende Vergangenheiten eintauchen. Außerdem hat man von hier oben einen unglaublich schönen 360-Grad-Panoramablick. Wer den etwa 20minütigen Aufstieg von der Altstadt scheut, kann die Standseilbahn nehmen, die die rund 100 Höhenmeter in etwa einer Minute bewältigt. Beim Kauf des All-Inclusive-Tickets ist die Auf- und Abfahrt mit der Festungsbahn enthalten, ebenso wie das Burg-Areal mit Höfen und Kapellen, mehrere Museen, die Fürstenzimmer und das Magische Theater.
Öffnungszeiten: Oktober bis April 9.30 bis 17 Uhr, Mai bis September 8.30 bis 20 Uhr.
Eintritt: All-Inclusive-Ticket ca.20 Euro (Erwachsener), Basic-Ticket ohne Festungsbahn, Fürstenzimmer, Magisches Theater ca. 12,00 Euro (Erwachsener).
Getreidegasse Nummer 9 – das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart
Wir haben es eingangs schon erwähnt: Salzburg ist Mozarts Geburtsstadt. 1756 wurde er im sogenannten Hagenauer Haus in der Getreidegasse 9 geboren und wohnte mit seiner Familie hier bis 1773. Seit 1880 gibt es hier ein Museum, das stetig erweitert wird. Ein Muss für jeden Mozart-Fan! Die originalen Zimmer wurden liebevoll restauriert und zahlreiche Dokumente und Erinnerungsstücke dokumentieren Mozarts Leben und Wirken. In seinem späteren Wohnhaus (1773-1780) am Makartplatz gibt es übrigens ebenfalls ein Museum.

Öffnungszeiten: beide Häuser jeweils täglich 9 bis 17.30 Uhr.
Eintritt: ca. 15 Euro (Erwachsener / Geburtshaus), ca. 25 Euro (Erwachsener / Kombiticket für beide Häuser).
Schloss Mirabell und Mirabellgarten – barocke Archtitektur- und Gartenjuwelen
Eine bewegte Geschichte hat das Salzburger Schloss Mirabell. 1606 wurde es unter dem Namen Schloss Altenau vom damaligen Fürsterzbischoff für seine Geliebte und die 15 gemeinsamen Kinder erbaut. Sein Nachfolger vertrieb diese aus dem Schloss und nannte es nunmehr „Mirabell“. Mit der Frucht hatte das allerdings nichts zu tun, das Wort war vielmehr eine Kombination aus den italienischen Begriffen „mirabile“ (bewundernswert) und „bella“ (schön). Später wurde das Schloss zur barocken Anlage umgebaut. Heute wird es vom Salzburger Bürgermeister und der Stadtverwaltung genutzt, der Marmorsaal gilt als einer der schönsten Trausäle der Welt. Bereiche wie das barocke Treppenhaus und der Marmorsaal können zu bestimmten Zeiten kostenlos besichtigt werden.

Der Garten des Schlosses steht seit 2007 unter Denkmalschutz und ist eine wahre Oase in der Stadt. Über 100.000 blühende Blumen, ein Rosengarten, ein Freilichttheater, zahlreiche historische Skulpturen und Brunnen und die Orangerie sind nur einige der Highlights. Der veraltete Begriff Lustwandeln passt perfekt auf einen gemütlichen Spaziergang im Mirabellgarten.
Öffnungszeiten: Schloss Mirabell Montag bis Samstag zu variablen Uhrzeiten, Mirabellgarten im Winter 7 bis 22 Uhr, im Sommer 5 bis 23 Uhr.
Eintritt: Schloss und Garten jeweils kostenfrei.
Dom zu Salzburg – das bedeutendste kirchliche Bauwerk der Stadt
Wie die Festung prägt auch der Dom schon von weitem sichtbar das Bild von Salzburg. Erste Vorgängerbauten entstanden schon 767 und 1177 – beide wurden allerdings durch verheerende Brände zerstört. Reste davon können heute besichtigt werden. Der Dom, wie wir ihn heute kennen, wurde schließlich 1628 geweiht, 1944 durch eine Fliegerbombe teilweise zerstört und bis 1959 wiederhergestellt. 900 Personen finden in ihm Platz. Übrigens: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Mohr (Texter von „Stille Nacht, heilige Nacht“) wurden hier getauft.

Architektonisch und kunsthistorisch gibt es im Inneren des Domes viel zu entdecken. Er ist die größte frühbarocke Kirche nördlich der Alpen und die älteste Bischofskirche Österreichs. Auf dem Domplatz wird seit 1920 jedes Jahr Hugo von Hoffmansthals Theaterstück „Jedermann“ im Rahmen der Salzburger Festspiele aufgeführt. Außerhalb der Probentage und Gottesdienste kann der Salzburger Dom gegen einen Erhaltungsbeitrag besichtigt werden.
Öffnungszeiten: täglich mit saisonalen Einschränkungen.
Eintritt: ca. 7 Euro (Erwachsener).
Red Bull Hangar-7 – viel mehr als ein simples Flugzeugmuseum
Unter den Salzburger Sehenswürdigkeiten tummeln sich natürlich auch einige Museen. Für einen unserer Museumstipps macht ihr euch auf den Weg zum Salzburger Flughafen, der außerhalb der Innenstadt liegt – die Anfahrt von etwa einer halben Stunde mit dem öffentlichen Nahverkehr lohnt sich aber! Unter einem gigantischen Flügel aus Glas und Stahl vereinen sich Kunst, Kulinarik und Fliegerei auf einzigartige Weise. Die große Sammlung der Flying Bulls, eine Flotte bestehend aus historischen und flugtauglichen Flugzeugen und Helikoptern, lässt die Herzen von Luftfahrtfans höherschlagen. Wenn sie nicht gerade im Red Bull Hangar-7 bewundert werden, sind sie gern gesehene Gäste bei Flugshows.

Direkt daneben präsentieren sich eindrucksvolle Kunstwerke bildender Künstler in regelmäßig wechselnden Ausstellungen. Kulinarisch kommt ihr im Red Bull Hangar-7 ebenfalls auf eure Kosten: Das einzigartige Gastkochkonzept ist mit zwei Michelin-Sternen, 5 Hauben und 19 Punkten im Gault&Millau sowie 100 Falstaff-Punkten ausgezeichnet. Es bringt jeden Monat einen neuen internationalen Spitzenkoch der weltweiten Fine-Dining-Szene ins Restaurant Ikarus. Außerdem sorgen eine Bar mit coolen Drinks und modernem Food-Sharing-Konzept sowie ein Café mit Lounge und freiem Blick in den Hangar für ganzheitlichen Genuss in dieser besonderen Kulisse.
Öffnungszeiten Museumsbereich: Montag 9 bis 20 Uhr, Dienstag bis Samstag 9 bis 22 Uhr, Sonn- und Feiertags 9 bis 17 Uhr.
Eintritt: kostenfrei.
Mehr Informationen bekommt ihr auf der Website von Red Bull Hangar-7.
Haus der Natur – Salzburg beliebtestes Museum
Bei dieser Sehenswürdigkeit in Salzburg kommen große und kleine Entdecker auf ihre Kosten! Auf acht Ebenen in zwei Gebäuden wird neben den klassischen naturkundlichen Themen und der Zoo-Abteilung auch geforscht und experimentiert. Wie hat sich der Mensch weiterentwickelt, wie war das mit Eiszeit und Klima, was gibt es unserem Universum, welche Geheimnisse stecken im menschlichen Körper, wie und wo leben welche Tiere, was hat es mit dem Schall auf sich und viele Fragen mehr werden hier anschaulich behandelt und die Besucher können auch selbst aktiv werden. Etwa drei Stunden könnt ihr hier locker einplanen und mit einem vorab gekauften Online-Ticket spart ihr euch außerdem Wartezeit am Einlass.
Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr (Ausnahme: 25. Dezember).
Eintritt: ca. 17 Euro (Erwachsener).
Der Almkanal – für Naturfans, Surfer und baugeschichtlich Interessierte
Unser nächster Tipp führt euch ins Grüne. Der Almkanal versorgt die Stadt Salzburg seit dem 12.Jahrhundert mit Nutz-, Trink- und Löschwasser. Außerdem liefern 19 Turbinen Strom, unter anderem für Festspielhaus, das Haus der Natur und andere Gebäude der Stadt. Entlang des Wassers verlaufen Rad- und Spazierwege. Im Sommer verleitet das Wasser zu einem erfrischenden Bad. Außerdem staut es sich an einer Stelle zu einer Welle, wo ganzjährig – nach dem Vorbild des Münchner Eisbaches – gesurft wird.
Vom Almkanal aus wurde außerdem im 12. und 13.Jahrhundert ein 400 Meter langer unterirdischer Stollen durch den Mönchsberg gegraben, um an größere Wasservorkommen zu gelangen. Ein besonderes Spektakel findet jedes Jahr im September statt. Dann wird eine Zufluss-Schleuse geschlossen und der Almkanal für Säuberungs- und Wartungsarbeiten „trocken gelegt“. In der Zeit kann auch der Stollen im Rahmen einer Führung besichtigt werden – ein ganz spezieller Einblick in die Unterwelt von Salzburg!
Stiegl-Brauwelt – ein Eldorado für Bierliebhaber
Alle Bier-Fans aufgepasst, dieser süffige Tipp ist etwas für euch! In Österreichs größter Privatbrauerei, die schon 1492 erstmals urkundlich erwähnt wurde, könnt ihr hinter die Kulissen schauen. In der Brauerei und dem interaktiven Museum werden anschaulich Herstellung und Geschichte des Bieres gezeigt. Zwei- bis dreimal täglich gibt es zudem Führungen inklusive Verkostung. Außerdem gibt es einen Shop, wo kulinarische Besonderheiten wie ein Biersenf, aber natürlich auch Gläser, Krüge und zum Teil kuriose Accessoires auf Käufer warten.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr.
Eintritt: ca. 15 Euro (Erwachsener, ohne Führung und Verkostung), ca. 23 Euro (Erwachsener, mit Führung und Verkostung).
Café Tomaselli – ein Zeugnis berühmter Österreichischer Kaffeehaus-Geschichte
Das älteste noch betriebene Kaffeehaus in Österreich ist das Café Tomaselli. 1700 wurde es gegründet und war damals vor allem ein Treffpunkt für Studenten. Später wurde es als Café Staiger zu einem Etablissement für das gehobene Bürgertum. Seit 1852 ist es im Besitz der Familie Tomaselli. Sein Dekor im Inneren versetzt den Gast in die „gute alte Zeit“ und die Karte zelebriert die typisch österreichische Kaffehaus-Kultur, natürlich aucch mit verführerischen Süßspeisen. Wer bei einem Salzburg-Besuch fleißig Sightseeing zu Fuß betreibt, darf hier auch gerne mehrmals einkehren – haben Wolfgang Amadeus Mozart und Hugo von Hofmannsthal schließlich auch gemacht-
Öffnungszeiten: täglich bis 19 Uhr, zur Festspielzeit bis 21 Uhr.

Fazit: Salzburg ist nicht nur für Mozart-Liebhaber eine Reise wert!
Unsere TOP 9 von Salzburgs Sehenswürdigkeiten beweist: für wirklich jeden Urlaubstyp findet sich hier etwas Passendes. Ob Kulturell Interessierte, Naturliebhaber oder Gourmets: in Österreichs viertgrößter Stadt seid ihr genau richtig! Natürlich begegnen Ihnen an vielen Ecken Anspielungen auf Mozart, den berühmten Sohn der Stadt, aber wie wir eingangs schon schrieben: auch im normalen Alltag ist ihm kaum zu entkommen. Da ist es doch viel schöner, quasi „nebenher“ noch die vielen tollen Sehenswürdigkeiten von Salzburg zu entdecken – von Ihnen bestimmt nur einen kurzen Flug oder eine unterhaltsame Bahn-Anreise entfernt!
