Das Jahr 2026 bringt für Reisende in Europa und darüber hinaus spürbare Neuerungen. Neue Gebühren, strengere Einreisekontrollen und technische Erleichterungen sollen Tourismus besser steuern – sorgen aber auch für neue Pflichten. Wer früh Bescheid weiß, spart Zeit, Geld und Nerven.
Euro-Einführung in Bulgarien
Bulgarien verabschiedet sich 2026 von der Währung Lew: Der Euro wird offizielles Zahlungsmittel. Für Urlauber entfällt damit der Gang zur Wechselstube. In einer kurzen Übergangsphase können beide Währungen noch genutzt werden, danach ist ausschließlich der Euro gültig. Wichtig für Rückkehrer: Alte Lew-Bestände lassen sich langfristig nur noch in Bulgarien umtauschen – deutsche Banken nehmen die Währung künftig nicht mehr an.
Großbritannien kontrolliert ETA jetzt konsequent
Für Reisen ins Vereinigte Königreich ist weiterhin die elektronische Einreisegenehmigung ETA erforderlich. Neu ist: Ab 2026 wird sie konsequent überprüft. Airlines müssen vor Abflug sicherstellen, dass alle Passagiere eine gültige ETA besitzen. Die Genehmigung wird digital beantragt, ist zwei Jahre gültig und an den Reisepass gekoppelt. Ohne ETA ist die Einreise nicht möglich – auch für Kurztrips oder Zwischenstopps.
Italien: Geld zurück bei Baustellen-Stau
Autoreisende dürfen hoffen: Italien plant, Mautgebühren teilweise oder vollständig zu erstatten, wenn sich Fahrten auf gebührenpflichtigen Autobahnen wegen Baustellen deutlich verlängern. Je nach Strecke können bereits kurze Verzögerungen ausreichen. Unfälle oder extremes Wetter sind von der Regelung ausgenommen. Wie genau die Rückerstattung funktioniert und ob ausländische Fahrer sie problemlos beantragen können, ist noch in Klärung.
Venedig erhöht Zahl der Eintrittstage
Die Lagunenstadt setzt ihren Kurs fort: 2026 wird an deutlich mehr Tagen eine Eintrittsgebühr für Tagesbesucher fällig. Wer frühzeitig online bucht, zahlt weniger. Übernachtungsgäste bleiben von der Regelung ausgenommen, da sie bereits eine Kurtaxe entrichten. Auch andere italienische Hotspots reagieren auf Besucherströme – etwa mit Zugangsbeschränkungen oder neuen Eintrittsmodellen.
Bahnreisen durch Europa werden einfacher
Internationale Zugtickets sollen künftig leichter buchbar sein. Die Deutsche Bahn plant, Tickets großer europäischer Bahngesellschaften direkt über ihre eigenen Plattformen anzubieten – inklusive Sonder- und Sparpreise.
Für Reisende bedeutet das: weniger Anbieter, weniger Umwege, mehr Übersicht bei grenzüberschreitenden Bahnreisen.
Eintritt für Hollands berühmte Windmühlen
Die Zaanse Schans nahe Amsterdam, eines der meistbesuchten Ausflugsziele der Niederlande, wird kostenpflichtig. Der bisher freie Zugang soll durch ein Eintrittssystem ersetzt werden, um Erhalt und Infrastruktur zu finanzieren. Der Schritt ist eine Reaktion auf stark gestiegene Besucherzahlen – ähnliche Maßnahmen sind auch an anderen europäischen Sehenswürdigkeiten denkbar.
Neue Unsicherheit bei USA-Reisen
Für USA-Urlauber zeichnet sich möglicherweise eine Verschärfung der Einreise ab. Diskutiert wird, ob Social-Media-Aktivitäten künftig Teil der Überprüfung werden könnten. Noch ist nichts beschlossen, doch Reisende sollten die Entwicklung im Blick behalten – besonders mit Blick auf Großereignisse wie die Fußball-WM 2026.
Spanien: Blinklicht statt Warndreieck
In Spanien gilt für Fahrzeuge mit spanischer Zulassung künftig eine neue Sicherheitsregel: Statt Warndreieck wird eine Blink-Warnleuchte genutzt, die auf dem Autodach platziert wird. Sie soll besser sichtbar sein und das Unfallrisiko senken. Für deutsche Urlauber mit eigenem Auto ändert sich nichts. Bei Mietwagen sollte jedoch geprüft werden, ob die Leuchte an Bord ist.
Wo gibt es verlässliche Infos?
Da sich Regelungen kurzfristig ändern können, empfiehlt sonnenklar.TV sich rechtzeitig vor Abreise einen Blick auf offizielle Stellen zu werfen. Für Einreise und Sicherheit empfiehlt sich die Seite des Auswärtiges Amt, für Autofahrende der ADAC, während Flug- und Bahreisende sich direkt über die Webseiten der entsprechenden Airline bzw. Deutsche Bahn wenden sollten. Auch Tourismusbehörden der Reiseländer sowie der Veranstalter bzw. das Reisebüro können helfen.
Quelle: morgenpost.de
