In Irland können Urlauber erstmals in historischen Leuchttürmen übernachten. Möglich macht dies eine Initiative der Organisation Great Lighthouses of Ireland, die mehrere denkmalgeschützte Anlagen entlang der irischen Küsten als Selbstversorger-Unterkünfte zugänglich macht. Mit dem Angebot reagiert Irland auf die wachsende Nachfrage nach außergewöhnlichen, naturnahen Reiseerlebnissen abseits klassischer Hotels.
Die Unterkünfte befinden sich an teils spektakulären Standorten direkt an der Atlantikküste oder an der Irischen See. Die zu den Leuchttürmen gehörige, restaurierten Wärterhäuser bieten heute moderne Ausstattung, ohne den historischen Charakter der Gebäude zu verlieren. Gäste erleben dabei nicht nur die raue Natur Irlands hautnah, sondern erhalten auch einen seltenen Einblick in die Geschichte der Leuchttürme, die einst für die Sicherheit der Schifffahrt unverzichtbar waren.
Ganz neu ist die Idee jedoch nicht. In mehreren Ländern hat sich das Übernachten im Leuchtturm bereits als Nischenprodukt etabliert. In Norwegen können Reisende an der zerklüfteten Küste in ehemaligen Leuchttürmen wohnen, oft abgeschieden und nur per Boot erreichbar. Finnland bietet mit dem historischen Leuchtturm Bengtskär eine der bekanntesten Leuchtturm-Unterkünfte Nordeuropas. Auch in Schweden sind einzelne Leuchttürme als Ferienquartiere nutzbar.
Leuchtturm-Unterkünfte als internationaler Trend
In Großbritannien, insbesondere in England und Wales, werden Leuchttürme über Stiftungen als Ferienunterkünfte vermietet. Die Niederlande haben mit einem umgebauten Leuchtturm in Harlingen ein prominentes Beispiel, während in Kroatien zahlreiche Leuchttürme an der Adriaküste als Ferienhäuser dienen. Selbst in den USA und Kanada gibt es ausgewählte Leuchtturm-Unterkünfte, meist in ehemaligen Wärterhäusern.
Mit dem neuen Angebot reiht sich Irland somit in einen internationalen Trend ein – und verleiht ihm mit seiner einzigartigen Küstenlandschaft eine ganz eigene Note.
Quelle: tageskarte.io
