Die Wintersportgebiete in Deutschland erleben in dieser Saison einen spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Gute Schneeverhältnisse und die erhöhte Aufmerksamkeit durch sportliche Großereignisse, wie zum Beispiel die Olympischen Winterspiele, haben vielerorts zu deutlich steigenden Einnahmen geführt. Darauf weist eine aktuelle Auswertung des Zahlungsdienstleisters SumUp hin.
Starker Zuwachs im Tourismus- und Gastro-Sektor
Besonders zum Höhepunkt der Wintersaison zogen die Umsätze in klassischen Tourismusbranchen spürbar an. Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte verzeichneten ebenso Zuwächse wie gastronomische Betriebe. Neben Restaurants profitierten vor allem Après-Ski-Lokale und Bars vom großen Besucherandrang und verzeichneten ein Umsatzplus von 19,7 Prozent. Auch die Zahl der Transaktionen stieg deutlich – ein Hinweis darauf, dass tatsächlich mehr Gäste in den Regionen unterwegs waren. Mit Beginn des Februars verschob sich der Schwerpunkt der Ausgaben teilweise: Wellnessangebote, Spa-Betriebe und Freizeitdienstleister konnten überdurchschnittliche Zuwächse von mehr als 20% verbuchen. Offenbar kombinieren viele Urlauber sportliche Aktivitäten auf der Piste zunehmend mit Erholung und ergänzenden Freizeitangeboten.
Süddeutsche Regionen besonders beliebt
Ein besonders kräftiges Wachstum zeigte sich in den süddeutschen Skigebieten. In Baden-Württemberg legten Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe teils stark zu. Bars, Clubs und Schnellrestaurants meldeten deutliche Umsatzsteigerungen, während auch Hotels von einer hohen Auslastung profitierten. Ähnlich positiv entwickelte sich die Lage in Bayern. Dort sorgten die Wintersportorte rund um die Alpen nicht nur für volle Unterkünfte, sondern auch für lebhaften Einzelhandel. Viele Gäste nutzten ihren Aufenthalt offenbar für zusätzliche Einkäufe vor Ort.
Aber nicht nur die Alpenregionen profitieren. Auch in Sachsen und Thüringen entwickelten sich Umsätze im Gastgewerbe positiv, wenn auch etwas moderater. Cafés, Restaurants und touristische Anbieter konnten dennoch teils zweistellige Wachstumsraten erzielen.
Vom Hotel über die Gastronomie bis hin zu Freizeit- und Einzelhandelsangeboten profitieren zahlreiche Branchen und Skigebiete entlang der touristischen Wertschöpfungskette. Gute Wetterbedingungen und publikumswirksame Sportereignisse erweisen sich damit erneut als starke Impulsgeber für die regionale Wirtschaft.
Quelle: tageskarte.io
