Ein neuer Urlaubstrend, erfunden in Norwegen: Noctourism. Norwegen setzt zunehmend auf Nacht-Erlebnisse und wirbt für Reisen im langen norwegischen Winter und damit für ganz neue Erlebnisse in der Dunkelheit. Sterne, Polarlichter und stille Landschaften werden zum Ziel. Speziell in der Region Nordnorwegen herrschen ideale Bedingungen: Lange Polarnächte, geringe Lichtverschmutzung und eine unberührte Natur machen sie zu einer der weltweit besten Destinationen für nächtliche Naturerlebnisse.
Reisende können nachtaktive Abenteuer erleben: Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten, geführte Nachtwanderungen oder eine entspannte Sauna unter dem Sternenhimmel kombiniert mit Aussicht auf Nordlichter. Für Nachtschwärmer, Naturfreunde und Fotografie-Fans ein ideales Programm. Auch Kulturelles ist im Angebot. So werden in manchen Regionen nächtliche Lagerfeuer-Events zelebriert, bei denen Einheimische, etwa der indigenen Sámi-Bevölkerung, Geschichten und Sternenkunde teilen. So wird die Nacht zum Erlebnis, nicht nur zur Abwesenheit von Sonne.
Wandel vom Sommer- zum Ganzjahresziel
Ursprünglich galt Nordnorwegen vor allem als Sommerdestination, mit Mitternachtssonne, Fjorden und Wanderungen. Doch das Interesse am Noctourism bewirkt, dass die Region immer mehr zu einem ganzjährigen Ziel wird. Die Rekordzahlen des Sommers 2025 mit 2,37 Millionen Übernachtungen zeigen, wie groß der Erfolg werden kann. Die Verantwortlichen betonen, dass der wachsende Nachttourismus verantwortungsbewusst umgesetzt werden muss: Schutz der Natur, Rücksicht auf lokales Leben und nachhaltiges Reisen sind ihnen wichtig, um die „Dunkelheit“ nicht durch Licht und Menschenmassen zu zerstören.
Der neue Urlaubstrend Noctourism macht Nordnorwegen zu einem neuen Sehnsuchtsort — nicht trotz der Nacht, sondern wegen ihr. Wer Ruhe sucht, sich der Natur hingeben will und das Abenteuer unter Sternen erleben möchte, wird in Nordnorwegen vielleicht zum Nacht-Fan.
Quelle: nordicmarketing.de
