Nach einer rund siebenwöchigen Werftzeit ist AIDAbella zurück im Einsatz. Seit dem 11. März 2026 nimmt das Kreuzfahrtschiff vom Hafen in Palma de Mallorca aus wieder Kurs auf neue Reisen. Vorausgegangen ist eine umfangreiche Modernisierung im Rahmen des Programms „Evolution“ zur Flottenerneuerung der Sphinx-Klasse von AIDA Cruises.
Umfassende Renovierung während der Werftzeit in Marseille
Die Arbeiten an AIDAbella fanden in einer Werft in Marseille statt und umfassten zahlreiche Bereiche des Schiffes. Ziel der Modernisierung war es, das Bordangebot für Gäste attraktiver zu gestalten und gleichzeitig neue technische Standards umzusetzen.
Ein Schwerpunkt lag auf der Erweiterung des gastronomischen Angebots. Neue Restaurants und Bars wurden integriert, um den Passagieren künftig noch mehr kulinarische Auswahl zu bieten. Darüber hinaus erhielten viele Gästekabinen sowie mehrere öffentliche Bereiche ein modernes Design.
Auch das Unterkunftsangebot wurde erweitert: Zusätzlich zu den bestehenden Kabinen entstanden neue Suiten, die mehr Komfort und exklusive Rückzugsorte für Gäste bieten.
Neue Erlebnisbereiche und exklusivere Angebote an Bord
Im Zuge der Modernisierung wurden außerdem neue exklusive Bereiche geschaffen. Dazu zählen unter anderem das Sky Deck, das Gästen zusätzliche Möglichkeiten zum Entspannen unter freiem Himmel bietet, sowie die Rossini Lounge, die ein hochwertiges Ambiente für besondere Momente an Bord schaffen soll.
Ein weiteres zentrales Element des Umbaus war das Theatrium, das Herzstück vieler AIDA-Schiffe. Hier wurde das gesamte Sitzkonzept überarbeitet und ein neues Farbdesign umgesetzt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität für Gäste während Shows, Veranstaltungen und Entertainmentprogrammen deutlich zu verbessern. Interessant dabei: Jedes Schiff der modernisierten Sphinx-Klasse erhält künftig ein individuelles Farbkonzept, das ihm einen eigenen Charakter verleiht.
Bereits zuvor wurden die Schwesterschiffe AIDAdiva und AIDAluna im Rahmen des Evolution-Programms umfassend modernisiert. Im Herbst 2026 soll auch AIDAmar für Modernisierungsarbeiten in die Werft nach Marseille gehen. Insgesamt plant die Reederei, bis zum Jahr 2028 sieben Schiffe zu renovieren.
Mit diesem Projekt verfolgt AIDA Cruises das Ziel, insbesondere die kleineren Schiffe der Flotte technisch und konzeptionell fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig das Reiseerlebnis an Bord kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Möbelspenden unterstützen zahlreiche soziale Projekte
Neben der technischen und optischen Modernisierung spielte auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Im Zuge der Umbauarbeiten spendete AIDA Cruises rund 5.100 Möbelstücke aus AIDAbella an soziale Einrichtungen. Die Verteilung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Organisation DER HAFEN HILFT! e. V., der Hamburger Hafen und Logistik AG sowie der Daimler Truck Holding AG.
Mehr als 50 Hilfsprojekte profitieren von dieser Initiative. Zu den unterstützten Einrichtungen zählen unter anderem:
- Projekte für Kinder und Jugendliche
- Obdachlosenhilfen
- Flüchtlingsunterkünfte
- ein Frauenhaus in Hamburg
Darüber hinaus erhalten auch Hilfsprojekte im Ahrtal sowie in der Ukraine Unterstützung.
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus
Parallel zur Modernisierung setzte AIDA Cruises verstärkt auf Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft. Zahlreiche Materialien wurden aufbereitet und wiederverwertet.
Unter anderem wurden recycelt:
- rund 45.000 Quadratmeter Teppich
- etwa 10.000 Quadratmeter Teppichunterlagen
- rund 2.500 Quadratmeter Kunstrasen
- mehr als 1.000 Matratzen
In bestimmten Bereichen des Schiffes – beispielsweise in Crewbereichen und an der Rezeption – wurde zudem ein vollständig recycelbarer Teppich verlegt. Dieser besteht aus Materialien, die bereits auf früheren Schiffen verwendet wurden. Zusätzlich wurden etwa 18 Tonnen Aluminium aus Möbeln gesammelt und zur Wiederverwertung vorbereitet.
Technische Verbesserungen für mehr Effizienz
Neben den sichtbaren Veränderungen an Bord wurden auch zahlreiche technische Systeme modernisiert. Eine neue Umkehrosmose-Anlage ermöglicht es nun, Trinkwasser aus Meerwasser deutlich energieeffizienter zu gewinnen. Darüber hinaus wurden viele Bereiche des Schiffes auf LED-Beleuchtung umgestellt und die Klimaanlagen optimiert, um Energie zu sparen.
Auch in den gastronomischen Bereichen kommen künftig modernere Spültechnologien zum Einsatz, die den Wasser- und Energieverbrauch reduzieren sollen.
Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft den Unterwasseranstrich des Schiffsrumpfes. Ein spezieller, biozidfreier Anstrich verhindert starken Bewuchs und reduziert dadurch den Strömungswiderstand. Das führt letztlich zu einem geringeren Treibstoffverbrauch und verbessert die Umweltbilanz des Schiffes.
Quelle: crucero-magazin.de
