Seit Mitte Januar 2026 gelten in Mexiko deutlich strengere Vorschriften für E-Zigaretten und Vapes. Die Einfuhr dieser Produkte ist vollständig untersagt – unabhängig davon, ob sie für den privaten Gebrauch bestimmt sind oder nicht. Diese Regelung betrifft nicht nur Touristen, die auf dem Landweg oder mit dem Flieger einreisen, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf Kreuzfahrtpassagiere, die mexikanische Häfen anlaufen. Besonders relevant ist das Verbot für Routen in der westlichen Karibik und an der mexikanischen Pazifikküste, etwa mit Stopps in Cozumel, Costa Maya oder Cabo San Lucas. Wer bei einem Landgang eine Vape oder E-Zigarette mit sich führt, riskiert empfindliche Strafen.
An Bord erlaubt, an Land tabu
Auf Kreuzfahrtschiffen selbst gelten für Vapes mittlerweile ähnliche Regeln wie für herkömmliche Zigaretten. Sie sind an Bord grundsätzlich erlaubt, dürfen jedoch ausschließlich in den ausgewiesenen Raucherbereichen genutzt werden. Die Reedereien behandeln E-Zigaretten damit nahezu identisch wie klassische Tabakprodukte. Anders sieht es jedoch beim Landgang in Mexiko aus. Der klare Rat lautet: Vapes unbedingt an Bord lassen. Zwar ist der Konsum von E-Zigaretten in Mexiko nicht ausdrücklich verboten, doch bereits die Einfuhr ins Land stellt einen Gesetzesverstoß dar – auch bei kurzen Aufenthalten während eines Hafenstopps.
Hohe Geldstrafen und Konfiszierung drohen
Wer bei der Einreise oder während eines Landgangs mit einer Vape oder E-Zigarette erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Theoretisch sind laut Gesetz sogar Geldstrafen von bis zu 12.500 US-Dollar oder Gefängnisstrafen möglich. In der Praxis richten sich die härtesten Strafen eher gegen Händler oder Personen mit größeren Mengen. Für Kreuzfahrtgäste bedeutet das dennoch ein erhebliches Risiko: Die Geräte werden in jedem Fall beschlagnahmt, zudem drohen Bußgelder von etwa 400 bis 500 US-Dollar. Seit Januar 2026 sind in Mexiko nicht nur die Einfuhr, sondern auch Handel und Werbung für Vapes und E-Zigaretten verboten.
Verbotene Gegenstände auf Kreuzfahrtschiffen
Erfahrene Kreuzfahrer wissen meist, dass nicht alle Alltagsgegenstände an Bord erlaubt sind. Für Neulinge kommt es dagegen oft überraschend, dass scheinbar harmlose Dinge wie Föhne, Reisebügeleisen oder Mehrfachsteckdosen aus Sicherheitsgründen verboten sein können.
Das Beispiel des Vape-Verbots zeigt jedoch, dass nicht nur das Mitbringen auf das Schiff, sondern auch das Mitnehmen vom Schiff an Land problematisch sein kann – insbesondere in Ländern mit strengen Einfuhrbestimmungen.
Cannabis und Medikamente im Fokus
Nicht nur E-Zigaretten können bei Landgängen Schwierigkeiten bereiten. Cannabis-Produkte sind bei den meisten Reedereien generell untersagt – selbst dann, wenn sie im Heimatland des Passagiers oder im Abfahrtshafen legal sind. Das gilt auch für medizinisches Cannabis. In vielen Ländern können bereits kleinste Mengen Marihuana zu erheblichen rechtlichen Problemen führen, teilweise drohen hohe Haftstrafen. Kreuzfahrtgäste sollten daher besonders vorsichtig sein und sich vorab über die Gesetze der besuchten Länder informieren.
Immer wieder sorgen auch bestimmte Medikamente für Probleme bei der Einreise. In Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Einfuhr einiger Arzneimittel selbst zum persönlichen Gebrauch verboten oder streng reglementiert. Dazu zählen unter anderem ADHS-Medikamente wie Ritalin, bestimmte Erkältungs- und Grippemittel, codeinhaltiger Hustensaft, Psychopharmaka sowie einige Hormonpräparate. Wer auf solche Medikamente angewiesen ist, sollte sich rechtzeitig über Genehmigungen und notwendige Bescheinigungen informieren.
Quelle: cruisetricks.de
