Am Stilfser Joch in Südtirol ist die Saison seit dem 15. August vorbei
Normalerweise hat das beliebte Skigebiet am Stelvio-Gletscher von Mai bis November geöffnet. Nun ist bereits im August Schluss. Es sei eine „schmerzliche, aber notwendige Entscheidung“ gewesen, so die Betreiber SIFAS. Unter den aktuellen Bedingungen ließen sich die gewohnten Qualitäts- und Sicherheitsstandards nicht mehr garantieren, hieß es weiter.
Klimawandel und Extremwetterlagen
Häufige und starke Gewitter hatten zu Schäden am Gletscher geführt. Die langanhaltende Hitzeperiode tat ihr Übriges. Selbst in den Hochlagen der Alpen waren in den letzten Wochen nicht nur die Tage, sondern auch die Nächte außergewöhnlich warm. Die Schneedecke fror nachts kaum noch durch. Eine Problematik, mit der Südtirol nicht alleine dasteht. Laut der Schweizer Zeitung „Blick“ stellten die bekannten Schweizer Sommerskigebiete Zermatt und Saas-Fee ihren Sommer-Skibetrieb bereits Ende Juli und Anfang August ein. Wann der Skibetrieb wieder aufgenommen wird ist fraglich. Auf den mehr als 20 Pistenkilometern zwischen dem 2.758 Meter hohen Stilfser Joch Pass und dem 3.450 Meter hohen Monte Cristallo bereiten sich jedes Jahr auch Weltklasse-Skifahrer auf die kommende Wintersaison vor.
Bergbahnen weiter in Betrieb
Für Wanderer bleibt der Zugang zum Stelvio-Gletscher weiterhin bestehen. Wie es für die Skifahrer weitergeht bleibt offen. Bereits im Juli 2022 mussten die Pisten wegen einer Hitzewelle geschlossen werden, konnten aber nach rund zwei Monaten Zwangspause wieder freigegeben werden. Nun hoffen die Betreiber, dass die Temperaturen deutlich sinken, damit das Sommer-Skigebiet schnell wieder öffnen kann.
