Neue Attraktion eröffnet im März 2027
Kopenhagen bekommt eine außergewöhnliche neue Sehenswürdigkeit: Am 6. März 2027 soll das neue Naturhistorische Museum Dänemarks seine Türen öffnen. Das Besondere liegt nicht nur in den geplanten Ausstellungen, sondern vor allem in der Architektur. Große Teile des Museums befinden sich unterhalb des Botanischen Gartens im Herzen der dänischen Hauptstadt.
Museum trifft auf Botanischen Garten
Bei der Planung wurde bewusst darauf verzichtet, einen dominanten Neubau in den historischen Botanischen Garten zu setzen. Stattdessen entstand ein Konzept, das bestehende Gebäude, neue Architektur und die Pflanzenwelt miteinander verbindet. Verantwortlich für den Entwurf sind Lundgaard & Tranberg Architects gemeinsam mit Claus Pryds.
Unter der Erde entstand ein weitläufiger Ausstellungskomplex. Dafür wurde eine bis zu 15 Meter tiefe Baugrube angelegt. In den hohen Ausstellungsräumen sorgen zahlreiche Holzlamellen an den Decken für eine bessere Akustik. Besonders imposant ist die geplante Ocean Hall: Der Raum misst rund 50 Meter in der Länge und kann bis zu 23 Meter hoch werden. Eine Konstruktion aus Stahl und Glas bildet dabei einen markanten architektonischen Blickfang.
Für die Architektin Lene Tranberg, Mitbegründerin von Lundgaard & Tranberg Architects, steht dabei nicht allein die Optik im Mittelpunkt. Sie beschreibt die unterirdischen Ausstellungsbereiche als eine eigene Erlebniswelt, die Besucher mit unterschiedlichen Eindrücken und Sinneseindrücken durch die Naturgeschichte führen soll. Die Architektur wird damit selbst Teil der Ausstellung: Statt Natur lediglich hinter Glas zu präsentieren, soll der Rundgang das Gefühl vermitteln, sich durch unterschiedliche Naturphänomene zu bewegen.
Acht Themenwelten nehmen Besucher mit auf Zeitreise
Zum Start sind acht Dauerausstellungen vorgesehen. Sie beschäftigen sich mit dem Universum, der Erde, dem Leben, Dänemark, der Arktis, der Artenvielfalt, dem Menschen und den Ozeanen.
Dabei kann das Museum auf einen außergewöhnlichen Fundus zurückgreifen. Die naturhistorischen Sammlungen umfassen rund 14 Millionen Objekte, die über mehrere Jahrhunderte zusammengetragen wurden. Dazu zählen unter anderem Fossilien, Mineralien, Meteoriten sowie Tier- und Pflanzenexemplare.
Unterirdische Ausstellung, lebende Natur darüber
Der besondere Reiz des Museums liegt im Zusammenspiel mit dem Botanischen Garten. Nach dem Rundgang durch die unterirdischen Galerien gelangen Besucher wieder ins Freie und können dort die lebenden Pflanzensammlungen erkunden. Rund 8.000 Pflanzenarten machen den Garten selbst zu einem wichtigen Teil des Besuchserlebnisses.
Für eine Städtereise nach Kopenhagen dürfte das neue Museum damit eine interessante Ergänzung zu den klassischen Sehenswürdigkeiten werden – insbesondere für Reisende, die sich für Natur, Wissenschaft und moderne Architektur interessieren.
Quelle: blooloop.de
