Investoren zeigen weiterhin starkes Interesse an europäischen Hotelimmobilien. Laut aktuellen Marktanalysen wollen zahlreiche institutionelle und private Anleger ihr Portfolio im Hotelbereich 2026 ausbauen oder zumindest halten. Der positive Trend folgt einem soliden Jahr 2025 und wird durch stabile Zinssätze, Erholung der Nachfrage und attraktive Renditeaussichten gestützt.
Hohe Investitionsbereitschaft in Europa
Mehrere Studien und Umfragen unter internationalen Investoren (u. a. Cushman & Wakefield) zeigen, dass 2026 ein Großteil der Anleger plant, gleich viel oder sogar mehr Kapital in Hotelimmobilien zu investieren als im Vorjahr. Besonders gefragt sind Märkte in Südeuropa, darunter Italien, die Iberische Halbinsel (Spanien und Portugal) sowie Frankreich. Diese Regionen punkten mit starker touristischer Nachfrage, einem ausgewogenen Mix aus Leisure- und Business-Tourismus sowie guten Wachstumsperspektiven.
Neben Südeuropa rücken auch andere Märkte in den Fokus, darunter Großbritannien und Irland. Insgesamt wird der europäische Hotelinvestmentmarkt als liquide und chancenreich eingeschätzt, wobei Investoren zunehmend auf Qualität, Betreiberstärke und nachhaltige Konzepte achten.
Hotelimmobilien: besondere Chancen in Deutschland
Deutschland wird von vielen Investoren als interessanter „Value-Add“- und Transformationsmarkt gesehen. Nach schwierigen Jahren seit der Pandemie stabilisiert sich das Segment, und einige Experten sehen 2026 als Jahr der Erholung. Besonders gefragt sind Objekte mit Modernisierungs- und Repositionierungspotenzial.
Wichtige Standorte in Deutschland im Fokus der Investoren:
- Berlin: Als Hauptstadt und eine der dynamischsten Metropolen Europas bleibt Berlin hochattraktiv. Investoren interessieren sich vor allem für Lifestyle-Hotels, Boutique-Konzepte und Objekte in zentralen Lagen sowie im aufstrebenden Ostteil der Stadt.
- München: Die bayerische Landeshauptstadt gilt weiterhin als stabiler und renditestarker Standort. Besonders gefragt sind Business-Hotels in Citylage und Objekte nahe Messe und Flughafen.
- Hamburg: Der Norden profitiert von starker Nachfrage im Bereich City- und Hafenhotels. Investoren schätzen die gute Mischung aus Geschäfts- und Freizeittourismus.
- Frankfurt am Main: Als Finanz- und Messestandort bleibt Frankfurt ein wichtiger Player im Business-Segment. Hier stehen vor allem moderne 4- und 5-Sterne-Hotels sowie Konversionsprojekte (z. B. Büro- zu Hotelimmobilien) im Blickpunkt.
- Weitere attraktive Regionen: Köln, Düsseldorf und das Ruhrgebiet werden zunehmend als chancenreich eingestuft, ebenso ausgewählte touristische Hotspots wie die bayerischen Alpenregionen oder die Küste (z. B. Ostsee).
In Deutschland suchen Investoren vermehrt nach Objekten, bei denen sie durch Renovierung, Markenwechsel oder besseres operatives Management Wertsteigerungen erzielen können. Der Markt gilt als etwas herausfordernder als Südeuropa, bietet dafür aber oft günstigere Einstiegspreise und langfristiges Potenzial.
Der europäische Hotelimmobilienmarkt bleibt 2026 für Investoren attraktiv. Während Südeuropa durch starke Nachfrage glänzt, bietet Deutschland vor allem Chancen für aktive Investoren, die bereit sind, in Qualität und Transformation zu investieren. Für die Hotellerie könnte dies zu weiteren Modernisierungen und neuen Konzepten führen.
Quellen: fvw.de, Ergänzende Marktanalysen von Cushman & Wakefield, Savills und Christie & Co (Stand März/April 2026)
