Wie in der vergangenen Woche angekündigt, hat in Spanien am Montag ein Streik des Bodenpersonals an mindestens zwölf wichtigen Flughäfen begonnen. Die Arbeitsniederlegung, die zunächst an mehreren Tagen in dieser Woche stattfindet, könnte sich bei ausbleibender Einigung sogar bis zum Jahresende ausweiten. Besonders betroffen ist die Osterwoche, eine der verkehrsreichsten Reisezeiten des Jahres.
Der Streik wird von Gewerkschaften mehrerer Bodenabfertigungsfirmen getragen und betrifft insgesamt über 5.500 Mitarbeiter im Check-in- und Bodenbereich. Die Arbeitsniederlegungen sind nicht ganztägig, sondern finden in folgenden Zeitfenstern statt:
- 5:00 bis 7:00 Uhr morgens
- 11:00 bis 17:00 Uhr nachmittags
- 22:00 bis 0:00 Uhr nachts
Betroffen sind unter anderem die Flughäfen Barcelona-El Prat, Madrid-Barajas, Málaga, Alicante, Valencia, Sevilla, Bilbao, Zaragoza sowie die Insel-Flughäfen Palma de Mallorca, Ibiza, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.
Nach Angaben der Gewerkschaften werden durch den Streik mehr als 1,34 Millionen Passagiere beeinträchtigt. Es ist mit erheblichen Verzögerungen bei Abfertigung, Check-in und Gepäckabwicklung zu rechnen. Die Unternehmen haben beim Arbeitsministerium bereits Mindestdienste beantragt, um den Betrieb zumindest teilweise aufrechtzuerhalten.
Streik in Spanien: Forderung nach besseren Löhnen
Hauptgrund für den Flughafen-Streik in Spanien sind zu niedrige Löhne. Die Beschäftigten fordern deutliche Gehaltsverbesserungen. Die Gewerkschaften haben klargestellt: „Sollte es zu keiner Einigung kommen, versichern die Gewerkschaften, dass sie den Streik an den Wochenenden bis zum Jahresende fortsetzen werden.“ Die Osterwoche gilt als besonders kritisch, da viele Spanier und internationale Touristen unterwegs sind. Reisende müssen mit längeren Wartezeiten und möglichen Flugverspätungen rechnen.
Was Spanien-Reisende jetzt wissen sollten
Betroffene Passagiere sollten sich rechtzeitig bei ihrer Airline über den Status ihres Fluges informieren und ausreichend Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einplanen. Ob und in welchem Umfang es zu Streichungen oder Verspätungen kommt, hängt auch von den genehmigten Mindestdiensten ab.
Quelle: antena3.com
