Die Hamburger Elbphilharmonie erweitert ihr Besucherangebot: Ab Frühjahr 2026 wird der öffentliche Bereich Plaza durch eine neue Erlebniswelt ergänzt, für die künftig ein Eintrittspreis erhoben wird. Zusätzlich plant das Konzerthaus ein erweitertes Musik- und Kulturprogramm auf der Plaza-Ebene.
Die Plaza, bislang ein frei zugänglicher Aussichts- und Rundgang-Bereich zwischen den markanten Gebäudeteilen der Elbphilharmonie, soll künftig partielle Erlebnis-Elemente bieten. Dazu zählen unter anderem Live-Musik-Acts, Multimedia-Installationen und zusätzliche Angebote zur Vermittlung von Musik und Kultur. Die Einführung eines Eintrittspreises ist Teil dieser Neuausrichtung.
Eintrittsmodell und Angebotserweiterung
Details zur Preisstruktur sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Nach bisherigen Angaben sollen Besucher, die ausschließlich den Panoramablick auf Hafen und Stadt nutzen möchten, weiterhin kostengünstig Zugang zur Plaza erhalten. Für die neue Erlebniswelt mit erweiterten Musik- und Informationsangeboten ist ein gesonderter Eintritt vorgesehen.
Die Elbphilharmonie geht damit einen ähnlichen Weg wie andere große Kulturstandorte in Europa, die kostenfreie öffentliche Flächen mit bezahlten Erlebnis- oder Vermittlungsbereichen kombinieren, um Angebot und Betrieb zu finanzieren.
Hintergrund: Bedeutung der Elbphilharmonie für Hamburg
Die Elbphilharmonie gilt seit ihrer Eröffnung 2017 als zentrales Wahrzeichen Hamburgs. Neben dem Großen und Kleinen Saal gehören auch die Plaza mit ihrem 360-Grad-Blick über Hafen, Speicherstadt und Innenstadt zu den meistbesuchten Bereichen. Das Haus zieht jährlich Hunderttausende Besucher an – sowohl Konzertgäste als auch Tagesbesucher aus aller Welt.
Mit der neuen Erlebniswelt will das Konzerthaus nicht nur zusätzliche Einnahmen generieren, sondern auch sein Angebot stärker auf Besucher ausrichten, die nicht zu klassischen Konzertprogrammen kommen. Insbesondere soll der Bereich Plaza eine Brücke zwischen Architektur-Erlebnis, Musikvermittlung und touristischer Attraktion schlagen.
Reaktionen aus Kultur und Tourismus
Vertreter aus Kultur- und Tourismussektor begrüßen die geplanten Angebote, sehen aber zugleich Herausforderungen: Die Einführung eines Eintrittspreises berührt Aspekte der Zugänglichkeit und des öffentlichen Raums. Kritiker befürchten, dass die Plaza für spontane Besuche weniger attraktiv werden könnte. Befürworter betonen hingegen, dass zusätzliche Angebote und Infrastruktur für Besucher den Standort insgesamt stärken können.
Quelle: ndr.de
