Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich in den kommenden Tagen auf weitere Einschränkungen im Zugverkehr einstellen. Wie das Unternehmen mitteilt, erwartet der Deutsche Wetterdienst ab dem 8. Januar 2026 Winterwitterung mit kräftigem Schneefall, Sturmböen und gefrierendem Regen in weiten Teilen Deutschlands. Besonders stark betroffen sind demnach der Norden und Osten des Landes.
Fernverkehr: Zugausfälle im Norden und Osten
Bahnverbindungen im Fernverkehr werden unter anderem auf den Strecken nach Kopenhagen, Kiel, Binz, Rostock und Ruhrgebiet gestrichen. Darüber hinaus kommt es laut DB zu weiteren einzelnen Zugausfällen. Auch die Höchstgeschwindigkeit für ICE-Züge wird vorsorglich reduziert, um Schäden an den Zügen zu vermeiden. Betroffen sind die Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Köln-Rhein/Main und Hannover-Würzburg. Dort wird die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h begrenzt. Fahrtgäste sind dadurch bis zu 30 Minuten länger unterwegs.
Kulanz für Fahrtickets wegen Winterwetters
Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar ihre Fahrkarten für eine Reise im Zeitraum vom 8. bis 10. Januar 2026 gekauft haben und aufgrund der Witterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass die Zugbindung für diese Kunden aufgehoben wird und dass die Fahrt zum ursprünglichen Zielort auch mit geänderter Streckenführung möglich ist.
Flughafen Amsterdam streicht 800 Flüge
Auch in den Niederlanden kam es zu einem besonders starker Wintereinbruch. Der Flughafen Amsterdam strich bereits am Mittwoch mehr als 800 Flüge. Mehr als 1000 Menschen mussten die Nacht im Flughafen auf Feldbetten verbringen. Außerdem kam es aufgrund von Neuschnee im ganzen Land zu Staus mit einer Länge von mindestens 700 km – laut Meldungen handelt es sich um die längsten Staus seit 26 Jahren. Auch an der Grenze zu Deutschland kommt es dadurch zu Verzögerungen.
Quellen: bahn.de, tagesschau.de, fvw.de
