Baden an beliebten Küstenabschnitten vorerst nicht erlaubt
Das Badeverbot auf Usedom schränkt derzeit den Aufenthalt an einigen Stränden der Ostsee ein. Grund dafür sind fünf Seeminen aus dem Zweiten Weltkrieg, die vor der polnischen Küste bei Swinemünde entdeckt wurden. Um die gefährlichen Altlasten zu beseitigen, wurde eine weitreichende Sicherheitszone eingerichtet.
Die örtlich begrenzte Sperrung betrifft auch die deutsche Seite der Insel und reicht bis zum Kaiserbad Ahlbeck. Betroffen sind unter anderem Strandabschnitte bei Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Insgesamt erstreckt sich das gesperrte Gebiet über rund 20 Kilometer. In Polen reicht die Sperrzone bis nach Misdroy. Zusätzlich gilt für Schiffe rund um den Bereich ein Sicherheitsradius von 821 Metern.
Minen bei Arbeiten im Hafenbereich entdeckt
Entdeckt wurden die Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg von Tauchern während vorbereitender Arbeiten für ein neues Hafenprojekt bei Swinemünde. Die fünf Kampfmittel befinden sich etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt in rund zehn Metern Wassertiefe. Es handelt sich um Minen der Typen Mark IV, V und VI.
Zusammen enthalten die Sprengkörper Schätzungen zufolge etwa 2500 Kilogramm Sprengstoff. Ihr Gesamtgewicht liegt bei ungefähr dreieinhalb Tonnen. Wegen der Gefahr hat die polnische Marine eine Spezialoperation zur Neutralisierung der Minen eingeleitet.
Die Arbeiten finden aktuell vom 5. bis zum 8. Oktober statt. Dafür ist täglich zwischen 8 und 15 Uhr eine Minentauchergruppe im Einsatz. Da die Arbeiten nicht in unmittelbarer Küstennähe und unter Wasser stattfinden, ist davon an Land kaum etwas sichtbar.
Strandspaziergänge weiterhin möglich
Das Badeverbot auf Usedom betrifft nicht die gesamte Insel. In den ausgewiesenen Sperrbereichen ist das Baden und der Wassersport während der laufenden Arbeiten jedoch strikt untersagt.
Die Strände selbst bleiben dort zugänglich, sodass Spaziergänge weiterhin möglich sind. Auch Ausflugsschiffe dürfen die Küste während der Arbeiten befahren.
Die betroffenen Bereiche sind vor Ort mit entsprechenden Warnschildern gekennzeichnet. Urlauber sollten die ausgewiesenen Sperrzonen beachten, solange die Arbeiten zur Entschärfung der historischen Seeminen andauern.
Quellen: t-online.de, reisereporter.de
