Über 14 Millionen Menschen nutzen das Deutschlandticket, welches momentan 63 Euro im Monat kostet. 2022 wurde dieses von der Ampelkoalition unter dem 9-Euro-Ticket eingeführt, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Ein Jahr später kam der Name Deutschlandticket mit dem Preis von 49 Euro. 2025 wurden die Kosten für das Ticket nochmals angehoben auf 58 Euro. Laut Spiegel-Bericht sollen im Jahr circa 2,5 Tonnen CO₂ eingespart werden. Nun aber soll sich der Preis für das Deutschlandticket erneut erhöhen! Ab 2027 könnte es rund 66,40 Euro kosten – laut Berechnungen des Tagesspiegels.
Neue Berechnungsart für den Deutschlandticket-Preis
Um die Finanzierung des Deutschlandtickets zu gewährleisten, stellen jeweils Bund wie auch die Länder 1,5 Milliarden bislang zur Verfügung. Doch die Kosten stiegen für die Bahnbetreiber und Öffentlichen-Verkehrsmittelbetriebe in den letzten Monaten deutlich an. Zum einen sind da durch Streiks bewirkten erhöhten Personalkosten, die erhöhten Energiekosten sowie auch ein drastisch gestiegener Preis bei Trassenbenutzung- und Infrastruktur. Der Abopreis soll sich daher in Zukunft nach einem Index aus diesen Kostenpunkten richten.
Wird der monatliche Preis für das Deutschlandticket um 3,40 Euro erhöht, dann wäre es aber dennoch für Nutzer von sowohl städtischen öffentlichen Verkehrsmitteln wie im Umland und Bahnreisenden lukrativ. Der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen Ingo Wortmann glaubt auch weiterhin an den Erfolg des Deutschlandtickets und möchte die Potenziale darin anheben. „Damit das Deutschlandticket sein volles Potenzial entfalten kann, braucht es eine verlässliche und dynamisierte Finanzierung mit fairen und schnellen Ausgleichszahlungen, ein wirklich einheitliches Ticket mit klarer Governance sowie standardisierte, betriebswirtschaftlich funktionierende Vertriebs- und Kontrollsysteme sowie mitfinanzierten Angebotserhalt und -ausbau für eine sichere, flächendeckende Umsetzung“, so Wortmann.
Die Partei die Linke sehen in einer erneuten Erhöhung der Preis in einer Zeit der Wirtschaftskrise und Inflation für den falschen Weg. Die Menschen bräuchten gerade jetzt Entlastung, insbesondere die sozial Schwächeren. Mobilität dürfte nicht zum Privileg werden. „Mit den fast täglich 37 Millionen Euro Übergewinnen der Mineralölkonzerne könnten wir ein Jahr lang das Neun-Euro-Ticket finanzieren“, so Luigi Pantisano, der Verkehrsexperte der Linken.
Wo das Deutschlandticket gilt
Das Deutschlandticket gilt deutschlandweit im gesamten öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. In der 2. Klasse können damit alle Regionalzüge genutzt werden sowie Busse, U-Bahnen, S-Bahnen und Straßenbahnen (Tram) in jeder Stadt und Region innerhalb Deutschlands. Auch einzelne Strecken ins angrenzte Ausland gehören noch zum Teil mit zu dem Tarif wie nach Frankreich oder Österreich. So kann man mit dem Deutschlandticket zum Beispiel per Regionalbahn von München damit nach Salzburg fahren.
Das Ticket ist nicht gültig für Fahrten mit dem DB-Fernverkehr, Tourismus- und Historienfahrten, in privaten Fernbahnen sowie in Fernbus wie FlixBus. Außerdem ist die Fahrt in der 1. Klasse nicht erlaubt.
Quelle: fr.de, busplaner.de, links-bewegt.de
