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    Home»Welterbe»UNESCO-Welterbe: Die Neuzugänge für 2026
    Zypressen und Wasserpflanzen in einem Sumpfgebiet
    Welterbe

    UNESCO-Welterbe: Die Neuzugänge für 2026

    Von Sylvie Stocker4. August 2026

    Jedes Jahr erwarten Fremdenverkehrsämter und Tourismusbehörden diesen Moment mit Spannung: die Verkündung der neuen Welterbe-Stätten. Mit dem Titel „UNESCO-Welterbe“ verbinden viele Reisende sehenswerte Urlaubsziele, was den jeweiligen Stätten finanzielle Vorteile und einen Image-Gewinn beschert. Vor kurzem tagte das Welterbe-Komitee und legte die Neuzugänge der Liste 2026 fest.

    Was ist die UNESCO?

    Die UNESCO gibt es seit 1945. Sie ist eine von 19 Organisationen der Vereinten Nationen, zuständig für Bildung, Wissenschaft und Kultur und sitzt in Paris. Ihr Welterbe-Komitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der Menschheit zu erhalten und zu verwalten. In seiner Kultur- und Natur-Erbe-Liste finden sich mittlerweile 1.273 Stätten in 173 Ländern.

    Interessant zu wissen: Die UNESCO setzt besonders gefährdete Stätten auf eine Rote Liste. Diese Gefährdung kann beispielsweise durch wirtschaftliche Interessen oder auch ungehinderten Massentourismus entstehen. Wehren die jeweiligen Regierungen und Behörden diese Gefährdung nicht ab, können Welterbe-Titel auch wieder aberkannt werden. Bisher geschah das dreimal, darunter auch in Deutschland. 2009 wurde die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal wegen dem Bau einer Brücke von der Liste gestrichen.

    Rund 30 Neulinge für die Liste von 2026

    Ende Juli tagte das Welterbe-Komitee in Busan/Südkorea und legte fest: Rund 30 Neuzugänge gibt es für die Liste 2026. Dazu gehört natürliches und kulturelles Erbe, aber auch eine Mischung aus beidem. Übrigens: die jeweiligen Vorschläge machen die Staaten selbst. Über die endgültige Aufnahme entscheiden dann die 21 Mitglieder des Komitees mit Hilfe von Fachgremien. Deutschland steht aktuell mit 55 verschiedenen Stätten auf der UNESCO-Liste.

    Neues Weltnaturerbe in Ägypten und den VAE

    Neu im illustren Reigen ist beispielsweise das Meeres-Reservat von Akaba. Das jordanische Schutzgebiet im nördlichen Teil des Roten Meeres ist bekannt für seine Korallen, die sich dem Klimawandel und den immer höher werdenden Temperaturen angepasst haben.

    Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat es das Wadi Wurayah auf die UNESCO-Liste geschafft. In einer sonst trockenen Gebirgsregion im Emirat Fujairah lässt ein günstiges Zusammenspiel von Geologie, Niederschlag und Grundwasser ein ganzjährig intaktes Süßwasser-Ökosystem entstehen. Die Quellen, Bäche und Wasserfälle trocknen nicht aus und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause.

    Neues Weltkulturerbe in Frankreich und Polen

    Unser westliches Nachbarland Frankreich bekommt gleich zwei neue Weltkultur-Erbe-Stätten. Eines davon ist das Ensemble der Landungsstrände der Alliierten in der Normandie. Die Orte der Erinnerung, die untrennbar mit dem beginnenden Ende des zweiten Weltkriegs verbunden sind, stehen für große menschliche Opfer und eine beispiellose Zusammenarbeit unter den alliierten Mächten.

    Östlich von Deutschland, in Polen, ist das modernistische Stadtzentrum von Gdynia neu auf der Welterbe-Liste. Aus einem kleinen Fischerdorf an der Ostsee wurde innerhalb weniger Jahre (1926-1939) der wichtigste Seehafen der Polnischen Republik. Die immer schnelle wachsende Einwohnerzahl war verantwortlich für eine der frühesten großflächigen Beispiele moderner Stadtplanung in Europa.

    Das sind alle neue Welterbe-Stätten

    Welt-Natur-Erbe:

    • Knochenfisch-Fossilien des westlichen Limfjords (Dänemark)
    • Meeresreservat von Akaba (Jordanien)
    • Wattflächen von Getbol (Südkorea)
    • Savannenökosystem Boma-Badingilo (Südsudan)
    • Wadi Wurayah (VAE)
    • Nationales Wildtierschutzgebiet von Okefenokee (USA)
    • Die weitere Umgebung des Olymp (Griechenland)

    Welt-Kultur-Erbe:

    • Zwei historische Theater im Amazonasgebiet (Brasilien)
    • Die Stätten der handwerklichen Porzellanindustrie von Jingdezhen (China)
    • Siedlungen der Berliner Moderne (Deutschland)
    • Gebäude des Architekten Alvar Aalto (Finnland)
    • Die königlichen Festungen der Kapetinger im Languedoc (Frankreich)
    • Die Landungsstrände der Alliierten, Normandie, 1944 (Frankreich)
    • Die Buddhistische Stätte von Sarnath (Indien)
    • Die Burg Alamūt und zugehörige Befestigungsanlagen (Iran)
    • Das System der italienischen Condominio-Theater des 18. und 19. Jahrhunderts in Mittelitalien (Italien)
    • Die alten Hauptstädte Asuka und Fujiwara (Japan)
    • Die Felsmoscheen und heilige Stätten von Mangghystau (Kasachstan)
    • Die Medinas der historischen Sultanate der Komoren (Komoren)
    • Die Burgen des Jabal Amel (Libanon)
    • Die Grabkomplexe des Xiongnu-Adels (Mongolei)
    • Die archäologische Stätte von Sebastia (Palästinensische Gebiete)
    • Das modernistische Stadtzentrum von Gdynia (Polen)
    • Die Roças-Plantagen (São Tomé und Príncipe)
    • Die Klosteranlage Wat Phra Mahathat Woramahawihan (Thailand)
    • Das traditionelle Dorf Sidi Bou Saïd (Tunesien)
    • Taschkents Architektur der Moderne (Usbekistan)

    Quelle: unesco.de

    Kultur Natur Schutzgebiet UNESCO Welterbe
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