Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands und zieht jährlich rund sechs Millionen Besucherinnen und Besucher an. Ab Sommer 2026 müssen touristische Gäste erstmals Eintritt zahlen, wenn sie den Dom besichtigen möchten.
Eintritt ab Juli für touristische Besucher
Wie das Domkapitel in Köln mitteilte, wird ab Juli eine Besichtigungsgebühr für den Zugang zum Dom außerhalb der Gottesdienstzeiten eingeführt. Damit reagiert die Domverwaltung auf steigende Instandhaltungs- und Personalkosten sowie auf sinkende Einnahmen durch rückläufige Kirchenmitgliedschaften.
Wie hoch der Eintrittspreis sein wird, steht bislang noch nicht fest. Das Domkapitel kündigte jedoch an, zeitnah über die Höhe der Gebühr zu informieren.
Gottesdienst und Gebet bleiben kostenfrei
Für Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sowie für Menschen, die zum Gebet in die Kathedrale kommen, bleibt der Zugang weiterhin kostenlos. Auch Mitglieder des Zentral-Dombau-Verein zu Köln sollen den Dom weiterhin ohne Eintritt besuchen können.
Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Einführung der Gebühr die Besucherzahlen reduzieren könnte. Gleichzeitig erhofft sich das Domkapitel, dass der Dom dadurch ruhiger wird und stärker als sakraler Raum wahrgenommen werden kann.
Steigende Kosten für den Dom
Der gotische Dom gilt als eine der bedeutendsten Kirchen der Christenheit und als UNESCO-Weltkulturerbe. Der Betrieb und die Instandhaltung des Bauwerks verursachen jedoch hohe Kosten. Insgesamt arbeiten rund 170 Mitarbeitende am Dom.
In den vergangenen Jahren seien sowohl Personal- als auch Sachkosten deutlich gestiegen. Erste Maßnahmen zur Einnahmesteigerung wurden bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. Dazu gehörten höhere Preise für die Turmbesteigung und den Besuch der Domschatzkammer sowie angepasste Öffnungszeiten des Hauptportals, um Personal zu sparen. Der Unterhalt des Doms wird derzeit aus verschiedenen Quellen finanziert. Der Zentral-Dombau-Verein zu Köln unterstützt den Dom jährlich mit rund 4,2 Millionen Euro. Weitere 4,7 Millionen Euro kommen vom Erzbistum Köln. Hinzu kommen Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Spenden.
Domkapitel berät über Zukunft
Zu Beginn der Woche traf sich das Domkapitel zu einer zweitägigen Klausurtagung, um über die finanzielle Lage der Kathedrale zu beraten. Dabei stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie Pflege, Schutz und der laufende Betrieb des Doms langfristig gesichert werden können.
Die geplante Eintrittsgebühr gilt als ein wichtiger Schritt, um die Finanzierung des traditionsreichen Bauwerks auch in Zukunft sicherzustellen.
Quelle: Kölner Dom
