Neues Zugangssystem für Roms berühmte Sehenswürdigkeit
Rom führt ein neues Eintrittssystem für den weltberühmten Trevi-Brunnen ein. Seit Anfang dieser Woche kostet der Zugang zum direkt am Wasserbecken gelegenen Bereich der Fontana di Trevi zwei Euro. Die Regelung betrifft ausschließlich den abgegrenzten Bereich rund um das Becken – die große Piazza davor bleibt weiterhin frei zugänglich.
Mit dem Schritt reagiert die italienische Hauptstadt auf den enormen Besucherandrang an einem der meistbesuchten Orte Europas. Ziel ist es, die Menschenmengen besser zu lenken und das oft dichte Gedränge vor dem Brunnen spürbar zu reduzieren.
Tickets vorab online buchbar
Die Eintrittskarten können bequem im Voraus online erworben werden. Dafür steht eine eigens eingerichtete Website auf Italienisch und Englisch zur Verfügung. Alternativ sind Tickets auch direkt vor Ort mit Kreditkarte sowie an mehreren touristischen Informationsstellen in Rom erhältlich.
Einwohner der Stadt sind von der Zahlung befreit. Auch Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen müssen keinen Eintritt zahlen.
Zeitfenster für den kostenpflichtigen Zugang
Der geregelte Zugang gilt an den meisten Tagen zwischen 9.00 und 22.00 Uhr. An Montagen und Freitagen beginnt der Einlass später, nämlich ab 11.30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten bleibt der Bereich rund um den Brunnen weiterhin frei zugänglich.
Ein Wahrzeichen unter Druck
Der Trevi-Brunnen zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. Internationale Berühmtheit erlangte er unter anderem durch die legendäre Filmszene mit Anita Ekberg in Federico Fellinis Klassiker „La dolce vita“. Täglich strömen zehntausende Besucher hierher, um Fotos zu machen oder traditionell eine Münze ins Wasser zu werfen.
Bereits seit einiger Zeit ist die Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig am Becken aufhalten dürfen, begrenzt. Dennoch wurden im vergangenen Jahr mehr als zehn Millionen Besucher gezählt, an besonders starken Tagen sogar bis zu 70.000.
Mehr Raum für ein besseres Besuchererlebnis
Mit dem Eintrittsgeld verfolgt die Stadt Rom das Ziel, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und das historische Monument langfristig zu schützen. Weniger Gedränge, mehr Übersicht und ein respektvollerer Umgang mit einem der bedeutendsten Wahrzeichen der Ewigen Stadt sollen so ermöglicht werden.
Quelle: sueddeutsche.de
