Strengere Auflagen bei USA Reisen: Die Vereinigten Staaten haben zum Jahresbeginn 2026 ihre Einreisebedingungen für Menschen aus einer Reihe von Ländern deutlich verschärft. Eine umfassende Regierungsvorgabe legt fest, dass Staatsbürger aus insgesamt 39 Nationen entweder gar keinen Zugang mehr zu US‑Visa erhalten oder erheblich strengeren Prüfungen unterworfen werden. Betroffen sind Länder, die zuvor schon teilweise Einschränkungen erlebt hatten, sowie zusätzliche Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Diese Regelung tritt offiziell am 1. Januar 2026 in Kraft und betrifft Bürger, die sich außerhalb der Vereinigten Staaten befinden und keine gültigen Visa besitzen. Zusätzlich wurde ein Programm ausgeweitet, nach dem Antragsteller aus bestimmten Staaten eine sogenannte Visa‑Bürgschaft (Visa Bond) von mehreren tausend Dollar hinterlegen müssen, bevor sie einen Besuchervisum‑Antrag stellen können. Diese Summe soll sicherstellen, dass sie nach Ablauf des Aufenthalts wieder ausreisen – wird jedoch bei Einhaltung der Bedingungen erstattet. Damit erhöhen sich die finanziellen Hürden für viele potenzielle Besucher erheblich.
Weniger ausländische Gäste – spürbare Folgen für die Branche
Seit 2025 deutet sich schon ein Rückgang der internationalen Ankünfte in den USA an. Studien des World Travel & Tourism Council zeigen, dass die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus deutlich sinken, teilweise um über 20 % im Vergleich zu Vorjahren. Dieser Einbruch bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Volkswirtschaft: Hotels, Freizeitunternehmen und Dienstleister in stark von Reisenden abhängigen Regionen spüren einen wachsenden Druck. Zudem legen aktuelle Marktanalysen nahe, dass Besucher aus wichtigen Quellmärkten wie Mexiko, Indien, Brasilien oder China sinkende Zahlen aufweisen. Teils liegt das an steigenden Visakosten, die durch neue zusätzliche Gebühren wie eine „Visa Integrity Fee“ entstehen, und an verschärften Prüfungen bei der Einreise.
Globale Umorientierung von Reisezielen
Die veränderten Einreiseregeln beeinflussen das Reiseverhalten weltweit: Viele Touristen entscheiden sich inzwischen für alternative Destinationen in Europa, Asien oder Südamerika, wo Visa‑Prozesse einfacher und günstiger sind. Für Anbieter im globalen Tourismussektor bedeutet dies eine Umverteilung von Reiseströmen – mit Gewinnern und Verlierern. Länder, die offenere Einreisebestimmungen anbieten, können derzeit von dieser Entwicklung profitieren.
Für die USA hingegen könnte dieser Trend längerfristige Marktanteilsverluste bedeuten, da Planungs‑ und Unsicherheitsfaktoren für Tour-Veranstalter und Reisende gleichermaßen zunehmen. Zusätzlich erschweren neue Anforderungen wie die mögliche Abfrage von Social Media‑Daten oder erweiterte biometrische Kontrollen die Reisevorbereitung weiter.
Ökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen
Die Folgen dieser politischen Weichenstellung gehen über die unmittelbare Tourismusbranche hinaus: Sinkende internationale Besucherzahlen wirken sich auch auf Exporterlöse, Jobs in Dienstleistungssektoren und kulturellen Austausch aus. Während der Binnenmarkt der USA stabil bleibt, fehlt das wertvolle Segment internationaler Gäste mit tendenziell höherem Ausgabenprofil. Außerdem stehen wichtige internationale Großveranstaltungen wie die Fußball‑WM 2026 im Zeichen dieser Restriktionen, was bei Fans aus betroffenen Ländern bereits zu Unmut führt.
Insgesamt zeigt sich: Politische Entscheidungen in Washington haben weitreichende Auswirkungen auf den globalen Reiseverkehr – und zwingen sowohl Reisende als auch die Branche, sich neu auszurichten.
Quelle: tageskarte.io
