Sie wird die Goldene Stadt genannt oder auch die Stadt der hundert Türme. Die Rede ist von der tschechischen Hauptstadt Prag. Hier erwarten euch wunderschöne, gut erhaltene historische Bauten mit spannenden Geschichten. Hier sind unsere 10 Prag Geheimtipps!
Prag ist ein touristischer Hotspot. Die Karlsbrücke, der Königspalast der Prager Burg, der Veitsdom und weitere Sehenswürdigkeiten ziehen Menschen von der ganzen Welt an. Wenn ihr hier dem Getümmel etwas entkommen wollt, dann möchten wir euch in diesem Beitrag ein paar Geheimtipps für Prag geben – hier könnt ihr die goldene Stadt noch mit weniger Touristen erleben.
Inhaltsverzeichnis
- Frühstück im „Cafe Louvre”
- Traumausblick vom Letná-Park
- Die Burg Vyšehrad
- “U Kroka”: ein geschmackvoller Geheimtipp in Prag
- Die Ruhe-Oase des Wallenstein Gartens
- Vnitroblock: Szene-Location der Einheimischen
- Žižkov: Prags spaciger und spezieller Fernsehturm
- „Pub“-satt im „Ferdinanda”
- Klementinum: das Highlight für Leseratten
- Bar-Lieblinge von Jazz über Havanna bis Pole
Frühstück im „Cafe Louvre”
Um erst einmal euch morgens richtig zu stärken, solltet ihr ein tschechisches Frühstück genießen. Es liest sich paradox, aber das „Cafe Louvre” – wohlbemerkt in Prag und nicht Paris – bietet euch appetitliches Frühstück mit leckerem Kaffee und das wiederum als wärt ihr in Wien. Das teuerste Frühstück liegt hier bei rund 12 Euro. Dazu gehören Eier, frisch gepresster Orangensaft, Marmelade und Käse wie Schinken, regional aus Tschechien. Ihr könnt aber auch so etwas wie Entenleberpaste bestellen, Pfannkuchen oder sogar Frühstücks-Rindergulasch. Für einen Cappuccino zahlt ihr hier weniger als 3 Euro und der schmeckt aromatisch wie alle anderen Kaffeezubereitungsarten.

Traumausblick vom Letná-Park
Wer fit ist und ein paar mehr Stufen in Kauf nehmen kann, der besucht den Letná-Park. Einst ein Weinbaumhang, ist er heute beliebt für eine herrliche Aussicht auf Prag und die Moldau. Keine Menschenseele trefft ihr auch hier nicht an, aber es geht deutlich ruhiger zu, so dass es viel Raum für Erholung gibt. Seit 1991 befindet sich auf dem „Gipfel“ des Parks auch ein 25 Meter hohes Kunstwerk, das Metronom, dort wo einst Stalin thronte. Es ist nicht funktionstüchtig, wie ein echtes Metronom, aber dennoch sehenswert. Wer hier ein wenig Unterhaltung sucht, findet diese sicherlich bei ein paar Skatern, die gerne in einem Teil des Parks ihre Kunststücke perfektionieren. Wer mag, kommt von diesem Park prima auch zur legendären Prager Burg.
Die Burg Vyšehrad
Apropos Burg! Die Prager Burg rühmt sich, das größte geschlossene Burgareal der Welt zu sein. Das macht sie ganz klar nochmal attraktiver, aber dennoch ist sie nicht die einzige Festungsanlage in Prag, die einen Besuch wert ist. Eine imposante Erscheinung ist auch die Burg Vyšehrad auf der gegenüberliegenden Seite. Und hier tummeln sich auch deutlich weniger Touristen. Von hier aus habt ihr auch eine fantastische Aussicht auf die Prager Burg, die Altstadt und die gigantische Nusle-Brücke. Neben Parkanlagen ist auf Vyšehrad die neugotische Basilika Peter und Paul ein Hingucker sowie das älteste romanische Gebäude: die Rotunde (rundes Gebäude) des Heiligen Martin. Die Kasematten – ein unterirdisches Labyrinth zu mittelalterlichen Verteidigungszwecken. Und nett zu wissen: Auf der Sommerbühne finden Theater und Musikveranstaltungen statt.

“U Kroka”: ein geschmackvoller Geheimtipp in Prag
Und schon Hunger? Dann kommt hier mal ein Prager Geheimtipp für eine Lokalität! Einheimische, regionale Küche, die nicht von Touristen überlaufen ist, gibt es ganz in der Nähe der Vyšehrad mit dem Restaurant “U Kroka“. Alles ist hier eher funktional gehalten, dafür werden die Speisen fürs Auge richtig schön präsentiert. Und das Wichtigste: es schmeckt einfach. Hier bekommt ihr typische tschechische beziehungsweise böhmische Köstlichkeiten, bei denen man auch die Nähe zu Ungarn und Österreich wie Bayern spürt.

Tschechen lieben zum Beispiel Gulasch, Schweinebraten und Svíčková – ein gebratenes Rinderfilet mit einer cremigen, leicht süß-sauren Wurzelgemüse-Sauce zu böhmischen Knödeln sowie Preiselbeeren. Na, läuft euch schon das Wasser im Munde zusammen? Dazu probiert ihr vielleicht ein kühles Budweiser Budvar, Radegast oder Pilsner Urquell. Wer von euch fleischlos den Magen „betanken“ mag, könnte es mit Bramboráky (Kartoffelpuffer) oder Bramboračka – einer sämigen Kartoffelsuppe mit Steinpilzen – versuchen.
Die Ruhe-Oase des Wallenstein Gartens
Albrecht von Wallenstein war unter anderem ein erfolgreicher böhmischer Feldherr. Unter der Prager Burg findet ihr das von ihm erbaute Wallensteinpalais. Was darf dazu nicht fehlen? Richtig, ein schöner Garten mit italienischem Flair in Barock. Dieser Teil in Prag ist tatsächlich noch ein kleiner Geheimtipp, der einem Ruhe und malerische Eindrücke gibt, obwohl er so dicht am Hotspot liegt.

Seid ihr von der Prager Burg auf dem Weg in Richtung Stadtkern und Moldau, kommt ihr direkt an den Begrenzungsmauern des Wallenstein-Gartens vorbei und dabei solltet ihr schon genauer hinschauen! Denn hier gibt es im Mauerwerk eine kleine Tür zu entdecken, die in diese geheime Oase führt. Antike Götter begegnen euch auf den Hauptwegen des Gartens und die Mitte eines Teiches ziert ein kämpfender Herkules. Auch ein echter Hingucker im Wallenstein Garten ist die aus Kalkstuck erbaute Grotte. Viele Tierabbildungen und Gesichter schmücken die Außenwand dieses einzigartigen Bauwerks.
Vnitroblock: Szene-Location der Einheimischen
Na, und wie schaut es aus? Habt ihr wieder Hunger? Dann ist der Vnitroblock eine interessante und leckere Anlaufstelle. Dazu fahrt ihr mit der U-Bahn zur Vltavská-Station und von dort aus müsst ihr dann noch einmal rund 16 Minuten laufen. Doch das wird dann reichlich belohnt mit zahlreichen Restaurants und Cafés in einem stylischen, alternativen Innenhof, wo sich jede Menge Einheimische Prags treffen. Nach Speis und Trank könnt ihr noch lässig Shoppen gehen und dürft euch dabei auf einige Stores junger mitteleuropäischer Designer freuen.
Žižkov: Prags spaciger und spezieller Fernsehturm
Spaß macht auch die Aussichtsplattform des 216 Meter hohen Žižkov Turm in Prag. Er liegt doch recht weit entfernt vom Ballungszentrum Prags und somit ist der Touristenandrang auch hier deutlich geringer. Ein schöner Sehenswürdigkeiten-Geheimtipp für Prag, wer „hoch hinaus“ will.

Dieser Fernsehturm aus den 80iger Jahren wirkt optisch wie ein zu groß geratenes Transformer-Spielzeug. Am Abend habt ihr hier einen phänomenalen magischen Blick auf die beleuchtete Prager Stadt. In 66 Meter Höhe gibt es wieder etwas zu essen mit einem Panorama-Restaurant.. Darüber liegt sogar noch ein Hotel. Der ganze Turm hat etwas von Science-Fiction und ziemlich skurril wirken dazu die schwarzen, gesichtslosen Baby-Puppen, die an verschiedenen Seiten den Turm hochklettern – ein Kunstwerk von David Černý, dessen Kunst man überall in Prag begegnet. Alles etwas eigenartig, aber vielleicht gerade deshalb umso mehr ein toller Geheimtipp für Prag.
„Pub“-satt im „Ferdinanda”
Seid ihr von dem Turm wieder herabgestiegen, dann habt ihr sicherlich wieder Hunger und Durst, oder? Wir haben da natürlich wieder einen schönen Geheimtipp für Prag zum Essen und Trinken: das Ferdinanda. Köstlichkeiten wie ein Schweinekotelett mit Zwiebeln und Essig oder leckerer Hermelin-Käse – eingelegt in Bier. Das Lokal gibt es zweimal in Prag. Das eine hat den Beinamen „Malá Strana” und liegt in der Karmelitská 18, nicht weit vom Petřín-Park. Das „Nové Město”, also Neustadt, findet ihr in der Politických vězňů 1597/19, ganz nah am Hauptbahnhof. Beide Lokalitäten haben mehr Pub-Charakter und ihren eigenen Charme. Es ist nicht urgemütlich, aber es bietet eine vielseitige, regionale Küche, es schmeckt und es ist nicht überteuert.
Klementinum: das Highlight für Leseratten
Das ehemalige Jesuitenkolleg Klementinum liegt zentral an der Karlsbrücke. Hier gibt es einen Ort der Ruhe. Und ja, man sollte auch ruhig sein, wenn man die altehrwürdige Bibliothek besucht. Diese wird euch den Atem fast stocken lassen mit ihren fantastischen Gewölbemalereien, Marmorsäulen mit Teilvergoldung und den wunderschönen Intarsien in Holz und Zeitgeschichte in Buchform. Hier gibt es Manuskripte aus griechischer Zeit vom 1. Jahrhundert nach Christus, Schriften aus dem Mittelalter, sogar orientalische Schätze, die bis in das Jahr 800 n.Chr. zurückgehen. Und das ist noch nicht einmal alles! Der astronomische Turm führt euch zurück in die Anfänge der Erforschung der Sterne, samt Original-Instrumente dazu. Dieser Geheimtipp für Prag ist durch und durch ein spannender Ort, an dem Mozart musizierte und Albert Einstein lehrte.

Bar-Lieblinge von Jazz über Havanna bis Pole
Prag hat einige tolle Jazz-Bars und eine davon liegt in der Altstadt, etwas versteckt in der Jilská 1a. Hier geht es in ein Kellergewölbe herunter und so gegen 20.00 Uhr am Abend beginnt das Programm, mit einer großartigen Getränkeauswahl an Bier und Cocktails sowie Snacks.

Wollt ihr etwas kubanisches Bar-Flair, dann ist die „La Macumba Music Latino Bar“ in der Štefánikova 230/7, in der Nähe des Petřín-Parks, eine gute Adresse für euch. Selbstverständlich wird hier auch zu kubanischer Musik getanzt – die zum Teil von einer Live-Band kommt. Das „Dejavu” ist eine angesagte Cocktailbar unter Einheimischen, wo ihr einen leckeren Drink geshaked bekommt – zentral in der Altstadt zu finden. Ziemlich stylisch ist der „Zlatý Strom Bar & Club“, ein paar Schritte von der Karlsbrücke entfernt. Hier gibt es einige Lounge-Bereiche sowie eine Diskothek, Restaurant und für Charly Sheen – Fans eine Pole-Dance-Bar.
Weiterlesen im Blog: Ihr bekommt nicht genug von Prag? Dann könnt ihr hier die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag und einen Reisebericht nachlesen.
Fazit zu den Geheimtipps in Prag
Es wundert nicht, dass Prag eine beliebte Stadt bei Touristen ist! Die Metropole an der Moldau besitzt enorm viele alte Gebäude, die aber aussehen, als wären sie gerade erst errichtet worden. Neben den bekannten Highlights der Goldenen Stadt gibt es unzählige Orte, um das wirkliche, ursprüngliche und gemütliche Prag zu erleben – sogar teilweise im Stadtkern. Wichtig ist es, die üblichen Touristenrouten zu vermeiden und Seitenstraßen zu erkunden. Dabei auch bereit sein, die Stadt in den äußeren Randbereichen zu erkunden. Wir hoffen, dass euch unsere Prag Geheimtipps gefallen und wünschen euch viel Spaß beim Entdecken!
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