Wenn die Karnevalsgesellschaft „Fidele Zunftbrüder“ zur großen Kostümsitzung lädt, weiß man: Das wird kein normaler Abend, das wird ein Ausnahmezustand. Seit einigen Jahren gehört das Spektakel auch fest zum Eventkalender von sonnenklar.TV – und vom 6. bis 8. Februar 2026 hieß es wieder: Koffer packen, Kostüm nicht vergessen und ab nach Köln! Mit 160 gut gelaunten Gästen checkte unser vierköpfiges sonnenklar.TV-Team im Maritim Hotel Köln am Heumarkt ein. Während die einen noch durch die Altstadt bummelten oder letzte Accessoires besorgten, lag bereits dieses berühmte Karnevals-Knistern in der Luft. Denn Samstagabend sollte geschunkelt, gesungen und vielleicht auch ein bisschen die Stimme ruiniert werden – natürlich rein aus Traditionsbewusstsein.
Inhaltsverzeichnis
- VIP-Sektempfang zwischen Stormtrooper und Wunderland
- 1600 Jecken, ein Saal – und kein Platz mehr zum Winken
- Hoher Besuch: Das Dreigestirn marschiert ein
- Akrobatik, Applaus und Bauchmuskeltraining
- Finale mit Gänsehaut und Flamingo-Fußschmerzen
VIP-Sektempfang zwischen Stormtrooper und Wunderland
Vor dem Kongresssaal bot sich dann auch ein Bild, das in Köln zur Karnevalszeit zum Alltag gehört: ein Stormtrooper plauderte mit dem Joker, der verrückte Hutmacher prostete dem Weißen Kaninchen zu – und mittendrin bestens gelaunte sonnenklar.TV Gäste mit klarer Mission: feiern! Als sich die Türen gegen 17 Uhr zum VIP-Sektempfang öffneten, perlte nicht nur der Sekt, sondern sprudelte auch die Vorfreude. Jeder Gast erhielt stolz den Karnevalsorden der Zunftbrüder – ein Accessoire, das weit mehr als nur ein Andenken ist.

Melanie Benz schnappte sich kurzerhand Ehrenpräsident Theo Schäfges für eine Live-Schalte ins Studio nach München – dreifaches Alaaf inklusive! Währenddessen suchten die sonnenklar.TV Flamingos das kreativste Kostüm. Zwischen Cowboys, Clowns und Seemännern wurde hitzig diskutiert – am Ende gab’s drei strahlende Sieger und Reisegutscheine für die Gewinner.
1600 Jecken, ein Saal – und kein Platz mehr zum Winken
Punkt 18:30 Uhr öffneten sich die Türen zum großen Saal des Maritim Hotel – und was dann folgte, waren viele Gänsehautmomente. Bis zu 1600 Feierwütige füllten Parkett und Emporen bis auf den letzten Platz. Das Motto der Fidelen Zunftbrüder „100 JOHR met Hätz un Jeföhl“ war nicht nur ein Spruch, sondern Programm. Die „Original Kölsche Sitzung“, ausgezeichnet vom Festkomitee Kölner Karneval, versprach Qualität – und lieferte! Spätestens als Kasalla die Bühne rockten, gab es kein Halten mehr. Bei „Stadt met K“, „Wenn ich ne Engel bin“ und „Alle Jläser huh“ sang selbst der eingefleischte Nicht-Kölner mit.

Hoher Besuch: Das Dreigestirn marschiert ein
Gegen halb neun wurde es feierlich – und ein bisschen ehrfürchtig. Das Kölner Dreigestirn zog unter tosendem Applaus ein: Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Anne. Bis zu 400 Auftritte absolvieren die drei in einer Session. Mit Charme, Witz und kölschem Herz eroberten sie die Bühne im Sturm. Das Publikum stand, klatschte, jubelte – und spätestens jetzt war klar: Dieser Abend hat offiziell das Prädikat „wertvoll“ verdient.

Akrobatik, Applaus und Bauchmuskeltraining
Nach der Pause wurde es sportlich: Die Tanzgruppe „Die Zunft-Müüs“ wirbelte über die Bühne, als gäbe es kein Morgen. Atemberaubende Würfe, elegante Hebefiguren und perfekt synchronisierte Choreografien sorgten für offene Münder im Publikum. Kölsche Mädche und Junge in Bestform – dafür gab’s Standing Ovations! Und als hätte man nicht schon genug gestaunt, folgte kurz vor Mitternacht der Mann, der selbst Sitzungs-Muffel zum Lachen bringt: Guido Cantz. Seit 30 Jahren auf der Bühne und mit gewohnt spritzig-witzigem Humor. Zwischen KI-Wahnsinn und Teenager-Alltag trainierte er charmant die Bauchmuskeln der Gäste.
Finale mit Gänsehaut und Flamingo-Fußschmerzen
Den musikalischen Schlusspunkt setzte ein echtes Kölner Urgestein: Bläck Fööss. Und ja – auch weit nach Mitternacht geht in Köln noch was! Bei Klassikern wie „Drink doch eine met“ lagen sich Fremde in den Armen und schunkelten wie alte Freunde. Gegen 1 Uhr nachts war der Saal ein Meer aus Emotionen, Glitzer und Glückseligkeit. Wer danach noch Energie hatte, feierte im Foyer weiter – mit Partyhits und Gassenhauern bis in die frühen Morgenstunden. Wir allerdings warfen gegen zwei Uhr das Handtuch. Denn sind wir ehrlich: Als Flamingo den ganzen Tag auf einem Bein zu stehen, ist selbst im Karneval eine sportliche Höchstleistung. Alaaf – und bis zum nächsten Jahr!
