{"id":4528,"date":"2026-08-19T10:28:34","date_gmt":"2026-08-19T08:28:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sonnenklar.tv\/news\/?p=4528"},"modified":"2026-08-19T10:28:35","modified_gmt":"2026-08-19T08:28:35","slug":"klimawandel-heizt-europas-meere-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonnenklar.tv\/news\/klimawandel-heizt-europas-meere-auf\/","title":{"rendered":"Klimawandel heizt Europas Meere auf Rekordniveau"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Meerestemperaturen liegen deutlich \u00fcber dem Durchschnitt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur an Land sorgt der Sommer 2026 in vielen Teilen Europas f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Temperaturen. Auch die Meere rund um den Kontinent sind deutlich w\u00e4rmer als gew\u00f6hnlich. Teilweise liegen die Wassertemperaturen mehr als sechs Grad \u00fcber den \u00fcblichen Werten. Eine aktuelle Untersuchung der Forschungsinitiative World Weather Attribution (WWA) sieht den menschengemachten Klimawandel als entscheidenden Faktor f\u00fcr diese Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders betroffen sind das westliche Mittelmeer sowie die Atlantikk\u00fcste rund um den Golf von Biscaya und die Iberische Halbinsel. An fast allen europ\u00e4ischen K\u00fcsten liegen die Temperaturen derzeit \u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2020. Was f\u00fcr Badeurlauber zun\u00e4chst angenehm klingen mag, kann f\u00fcr die \u00d6kosysteme im Meer gravierende Folgen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klimawandel macht Mittelmeer rund zwei Grad w\u00e4rmer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den Einfluss des Klimawandels genauer zu bestimmen, verglichen die Forschenden die gemessenen Oberfl\u00e4chentemperaturen im Juli mit verschiedenen Klimamodellen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zu einer Welt ohne menschengemachte Erderw\u00e4rmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelmeer hat der Klimawandel demnach etwa <strong>zwei Grad zur Erw\u00e4rmung des Wassers beigetragen<\/strong>. Im Golf von Biscaya und vor der westlichen K\u00fcste der Iberischen Halbinsel liegt der Effekt bei rund 1,4 Grad. Rund um Irland und vor der britischen Westk\u00fcste sind es etwa 1,3 Grad. Als wesentliche Ursache nennen die Forschenden die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger wie Kohle, \u00d6l und Gas. Die menschengemachte globale Erw\u00e4rmung liegt inzwischen bei etwa 1,4 Grad gegen\u00fcber dem vorindustriellen Niveau.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Marine Hitzewellen treffen gro\u00dfe Teile Europas<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders deutlich wird die Entwicklung bei sogenannten marinen Hitzewellen. Im bisherigen Jahresverlauf waren rund <strong>90 Prozent der K\u00fcsten am Golf von Biscaya und auf der Iberischen Halbinsel<\/strong> von solchen Ereignissen betroffen. Im westlichen Mittelmeer waren es etwa 80 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne den Einfluss des menschengemachten Klimawandels w\u00e4ren es den Berechnungen zufolge in beiden Regionen lediglich rund 40 Prozent gewesen. Auch im \u00f6stlichen Mittelmeer und rund um Irland h\u00e4tte es ohne die globale Erw\u00e4rmung deutlich weniger au\u00dfergew\u00f6hnlich warme K\u00fcstengebiete gegeben. Die Daten zeigen, dass marine Hitzewellen nicht nur h\u00e4ufiger auftreten, sondern inzwischen gro\u00dfe Teile der europ\u00e4ischen K\u00fcsten gleichzeitig betreffen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warme Meere ver\u00e4ndern ganze \u00d6kosysteme<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Tiere und Pflanzen k\u00f6nnen die steigenden Meerestemperaturen weitreichende Folgen haben. Besonders empfindlich reagieren Arten, die an bestimmte Temperaturbereiche angepasst sind. Ver\u00e4ndert sich ihr Lebensraum zu schnell, k\u00f6nnen Nahrungsketten gest\u00f6rt und Populationen von Meeress\u00e4ugern oder Seev\u00f6geln beeintr\u00e4chtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig breiten sich w\u00e4rmeliebende Arten zunehmend in Regionen aus, in denen sie bislang selten vorkamen. Ein Beispiel beobachten Fischer im S\u00fcdwesten Englands: Dort werden seit 2025 deutlich h\u00e4ufiger Gemeine Kraken gesichtet. Normalerweise ist diese Art vor allem in w\u00e4rmeren Gew\u00e4ssern vor Nordafrika verbreitet. Die Ver\u00e4nderungen zeigen, dass steigende Wassertemperaturen langfristig auch die Zusammensetzung der europ\u00e4ischen Meeresfauna ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4rmere Meere k\u00f6nnen Extremwetter verst\u00e4rken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ungew\u00f6hnlich hohen Meerestemperaturen bergen jedoch nicht nur Risiken f\u00fcr die Tierwelt. Warmes Wasser speichert gro\u00dfe Mengen Energie und Feuchtigkeit. Dadurch k\u00f6nnen unter bestimmten Bedingungen schwere St\u00fcrme und extreme Niederschl\u00e4ge beg\u00fcnstigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschenden verweisen in diesem Zusammenhang auf die schweren \u00dcberschwemmungen in der spanischen Region Valencia im Herbst 2024. Sehr warme Meeresoberfl\u00e4chen k\u00f6nnen dazu beitragen, dass der Atmosph\u00e4re zus\u00e4tzliche Feuchtigkeit zur Verf\u00fcgung steht und Niederschlagsereignisse intensiver ausfallen. Damit kann die Erw\u00e4rmung der Meere auch f\u00fcr K\u00fcstenregionen und beliebte Urlaubsgebiete zunehmend zum Risiko werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Globale Meerestemperatur auf au\u00dfergew\u00f6hnlich hohem Niveau<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung beschr\u00e4nkt sich nicht auf Europa. Auch weltweit befinden sich die Meerestemperaturen auf einem au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Niveau. Nach vorl\u00e4ufigen Daten der US-Wetter- und Ozeanografiebeh\u00f6rde NOAA erreichte die durchschnittliche globale Meerestemperatur zuletzt <strong>21,16 Grad Celsius<\/strong>. Dabei werden die Meeresfl\u00e4chen zwischen dem 60. n\u00f6rdlichen und dem 60. s\u00fcdlichen Breitengrad ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den entsprechenden Kalendertag liegt dieser Wert rund 0,75 Grad \u00fcber dem Durchschnitt von 1991 bis 2020 und sogar 0,92 Grad \u00fcber dem Mittel der Jahre 1982 bis 2010.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Forschende fordern deutliche Reduzierung der Emissionen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wissenschaftler warnen deshalb davor, die warmen Meere lediglich als angenehmen Nebeneffekt steigender Temperaturen zu betrachten. W\u00e4hrend h\u00f6here Wassertemperaturen beispielsweise an Nord- oder Ostsee f\u00fcr Badeg\u00e4ste attraktiv erscheinen k\u00f6nnen, sind die \u00f6kologischen Folgen erheblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Menschen und Wirtschaftszweige sind auf funktionierende Meeres\u00f6kosysteme angewiesen. Dazu z\u00e4hlen neben Fischerei und K\u00fcstenwirtschaft auch Teile des Tourismus. Die Forschenden sehen deshalb vor allem die Reduzierung von Treibhausgasemissionen als entscheidend an, um die weitere Erw\u00e4rmung der Ozeane zu begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Klimawandel-Hauptursache-fuer-zu-warme-Meere-id31208636.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ntv.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meerestemperaturen liegen deutlich \u00fcber dem Durchschnitt Nicht nur an Land sorgt der Sommer 2026 in vielen Teilen Europas f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Temperaturen. Auch die Meere rund um den Kontinent sind deutlich w\u00e4rmer als gew\u00f6hnlich. Teilweise liegen die Wassertemperaturen mehr als sechs Grad \u00fcber den \u00fcblichen Werten. 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